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Einsatz für saubere Wanderwege
Lokales 19 20.09.2020

Einsatz für saubere Wanderwege

Wie Lisa Jadin (links) und Jella Weis waren rund 300 Freiwillige unterwegs, um die Wanderwege zu säubern.

Einsatz für saubere Wanderwege

Wie Lisa Jadin (links) und Jella Weis waren rund 300 Freiwillige unterwegs, um die Wanderwege zu säubern.
Foto: Alain Piron
Lokales 19 20.09.2020

Einsatz für saubere Wanderwege

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Rund 300 freiwillige Helfer haben an diesem Wochenende Abfall von Wegen und Rastplätzen im gesamten Müllerthal eingesammelt. Wegen des hohen Besucheraufkommens lag in diesem Jahr besonders viel Müll herum.

Bewaffnet mit Handschuhen und Müllbeuteln haben sich an diesem Wochenende rund 300 Helfer im Müllerthal eingefunden, um die Wanderwege vom Abfall zu befreien. Verteilt auf zehn Gruppen wanderten die Freiwilligen an den „Clean Up Days Mëllerdall“ auf den Hauptrouten durch Wälder und an Felsen vorbei und füllten unermüdlich einen Plastiksack nach dem anderen. Die gefüllten Müllbeutel konnten an ausgewiesenen Stellen abgelegt werden, wo Mitarbeiter der Natur- und Forstverwaltung sie einsammelten. Es war das erste Mal, dass Luxemburg sich an dem von der UN unterstützten World Clean Up Day beteiligte.

Besonders in diesem von der Pandemie geprägten Sommer haben viele Luxemburger Ausflüge ins Müllerthal unternommen oder ihren Urlaub in der Felsenlandschaft verbracht. Seit Mitte Juli kommen auch wieder vermehrt Besucher aus dem Ausland. „Wir freuen uns natürlich über das große Interesse an unserer Region“, sagte Christophe Origer, Präsident des regionalen Tourismusverbands, in Berdorf zum Auftakt des Aktionswochenendes. „Das hohe Besucheraufkommen hatte jedoch zur Folge, dass sich viel Müll entlang der Wanderwege angesammelt hat.“ 

Er freute sich über das freiwillige Engagement der vielen Helfer und meinte: „Wenn wir alle zusammen Hand in Hand arbeiten, kommen wir ein gutes Stück weiter.“


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Umweltministerin Carole Dieschbourg zeigte sich erfreut, dass viele Luxemburger in den Zeiten der Ausgangsbeschränkungen die Natur neu entdeckt hätten. Dadurch sei aber auch der Druck auf die Natur angestiegen. Die Regierung habe reagiert, indem sie die Strafen für das achtlose Wegwerfen von Müll verschärft habe.

Partys mit viel Müll

Der Berdorfer Bürgermeister Joe Nilles bewertete es positiv, dass in diesem Jahr mehr Menschen in der Natur unterwegs seien. Die Kehrseite seien vereinzelte Partys auf Wanderwegen oder an Rastplätzen, bei denen Gegenstände demoliert würden und anschließend viel Müll herumliege.


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Unterstützt wurde das Aktionswochenende vom Natur- und Geopark Mëllerdall. Auch der Kletterverband Flera beteiligte sich, indem Sportkletterer die Felsen im Gebiet Wanterbaach in Befort vom Müll befreiten. Außerdem entfernten sie mit Bürsten Magnesiapulver von der Felsoberfläche. Sportkletterer verwenden das Pulver, um besseren Halt zu bekommen. Die Substanz macht sich aber auf lange Sicht an Vorsprüngen breit und greift die Felsen an.

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