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Einer der mutmaßlichen Täter aus Unisec entlassen
Lokales 07.07.2021
Nach tödlichem Streit in Bonneweg

Einer der mutmaßlichen Täter aus Unisec entlassen

Bekannte des Opfers erinnerten am Tag nach der Tat am Tatort an ihren Freund.
Nach tödlichem Streit in Bonneweg

Einer der mutmaßlichen Täter aus Unisec entlassen

Bekannte des Opfers erinnerten am Tag nach der Tat am Tatort an ihren Freund.
Foto: Laurent Blum
Lokales 07.07.2021
Nach tödlichem Streit in Bonneweg

Einer der mutmaßlichen Täter aus Unisec entlassen

Einer der beiden Jugendlichen, die mit dem Tod eines 18-Jährigen im Januar in Bonneweg in Verbindung gebracht werden, hat die Unisec verlassen.

(SH) - Nachdem bei einem Streit in Bonneweg am 26. Januar dieses Jahres ein 18-jähriger Junge erstochen worden war, waren zwei mutmaßliche Täter, zum Tatzeitpunkt 15 und 17 Jahre alt, auf Entscheidung eines Untersuchungsrichters in der Sicherheitseinheit des Centre socio-éducatif de l'Etat (Unisec) in Dreiborn untergebracht worden. 


Lokales, Jugendkriminalität im Bahnhofsviertel, Gare de Luxembourg, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
Umgang mit minderjährigen Straftätern: "Keen Eizi, eizi"
Die Justizbehörden setzen bei minderjährigen Straftätern andere Schwerpunkte als bei Erwachsenen. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich nicht für ihre Taten verantworten müssen.

Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, befindet sich der ältere der beiden Tatverdächtigen seit Ende Mai allerdings nicht mehr in der Unisec. Dies beruht allerdings nicht auf ermittlungstechnischen Gründen - die Untersuchung in dem Fall läuft noch - sondern auf rein formalen Gründen: Ende Mai wurde der Jugendliche 18 Jahre alt. Somit wurde die Platzierungsmaßnahme vom Gesetz her hinfällig und der Jugendliche hat die Unisec verlassen.


Schrassig als alleiniger Ausweg
Die Auslastung der geschlossenen Einrichtung für minderjährige Straftäter bereitet der Justiz nicht erst seit vergangener Woche Kopfzerbrechen.

Das Jugendschutzgesetz von August 1992 sieht vor, dass provisorische Maßnahmen, die aufgrund dieses Gesetzes angeordnet wurden, mit der Volljährigkeit des Jugendlichen nichtig werden. Weiter schreibt das Gesetz vor, dass ein Rekurs nach den gewöhnlichen Formen und Kompetenzen erst erfolgen kann, nachdem die Ermittlungen abgeschlossen sind. Da dies jedoch nicht der Fall ist, bleibt der Staatsanwaltschaft derzeit keine andere Möglichkeit, als den Abschluss der Ermittlungen abzuwarten. 

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