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Eine Woche im Zeichen der mentalen Gesundheit
Lokales 2 Min. 30.09.2020

Eine Woche im Zeichen der mentalen Gesundheit

Die Ligue sensibilisiert, damit Betroffene von psychischen Erkrankungen wissen, wo sie Hilfe finden.

Eine Woche im Zeichen der mentalen Gesundheit

Die Ligue sensibilisiert, damit Betroffene von psychischen Erkrankungen wissen, wo sie Hilfe finden.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 30.09.2020

Eine Woche im Zeichen der mentalen Gesundheit

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Die Ligue informiert und sensibilisiert zwischen dem 3. und dem 10. Oktober zusammen mit einigen Gemeinden verstärkt zum Thema psychische Gesundheit.

Gesund essen, viel Bewegung und wenn dann mal etwas wehtut, gehen wir zum Arzt. Beim Thema körperliche Fitness und Wohlbefinden weiß eigentlich jeder, was zu tun ist. Anders sieht es dabei häufig bei der psychischen Gesundheit aus, die aber genauso zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt, wie eine gute Fitness. Ab wann ist man von einem psychischen Leiden betroffen? Wann sollte man es ernst nehmen? Wo gibt es Hilfe? Oder, wie hilft man jemanden, der Hilfe braucht? 

Um Themen wie Depression, Burnout, Suizid oder Angstzustände an die Öffentlichkeit zu bringen und den Umgang damit zu lernen, organisiert die Ligue nun zum zweiten Mal die „Woche der mentalen Gesundheit“ unter dem Titel „Semaine de la santé mentale 2.0. Tous connectés“ vom 3. bis zum 10. Oktober. „Die Bevölkerung soll darüber informiert und sensibilisiert werden, was mentale Krankheiten sind, woher sie kommen und, dass sie behandelbar sind“, erklärt Dr. Fränz D'Onghia, Psychologe und Direktionsbeauftragter der Ligue. 


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Ursprünglich war angedacht, dass die Gemeinden unterschiedliche Projekte für die Woche ausarbeiten. Doch relativ schnell war Anfang des Jahres klar, dass vieles aufgrund von Corona nicht stattfinden könnte. So werden am Ende nun nur in wenigen Gemeinden Konferenzen zu unterschiedlichen Themen abgehalten. Dies virtuell oder mit Präsenz. 

Erstmals bietet die Ligue kommende Woche auch Erste Hilfe Kurse in mentaler Gesundheit an. „Das Konzept stammt aus Australien. Man muss es sich wie einen normalen Erste-Hilfe-Kurs vorstellen. Nur eben für psychische Leiden“, erklärt Sacha Bachim, Psychologe und Projektverantwortlicher bei der Ligue. Das Interesse war riesig. 500 Personen hatten sich für den virtuellen Kurs eingeschrieben. Jedoch können in einer ersten Phase nur 120 ausgebildet werden. Ab 2021 sollen dann landesweit Kurse angeboten werden. 

Eine weitere Aktion wird die Freischaltung einer neuen Internetplattform unter der Adresse www.prevention-psy.lu sein. Dort werden dann unter anderem sämtliche Internetseiten der Ligue zu finden sein. Hierzu zählen prevention-suicide.lu, prevention-depression.lu, prevention-panique.lu und covid19-psy.lu.


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Zum Abschluss der Woche wird dann ein Konzert mit dem Namen „Club of 27“ im Centre des Arts Pluriels Ettelbruck (CAPE) am 9. Oktober stattfinden, das am 10. Oktober auch auf der Internetseite www.semainesantementale.lu oder auf dem Sender DOK TV im Fernseher ab 20 Uhr zu sehen ist. Dabei werden Werke aufgeführt, von Künstlern die unter psychischen Problemen litten und früh verstorben sind. Experten aus Bereichen, die sich mit der psychischen Gesundheit befassen, werden jedes der zwölf Lieder kommentieren. 

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten www.semainesantementale.lu und www.llhm.lu 

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