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Eine Wahl, viele Unwägbarkeiten
Lokales 17.10.2013

Eine Wahl, viele Unwägbarkeiten

Wegen der Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft gibt es bei der Wahl 2013 wesentlich mehr Erstwähler, unterstreicht Sylvain Besch vom Cefis.

Eine Wahl, viele Unwägbarkeiten

Wegen der Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft gibt es bei der Wahl 2013 wesentlich mehr Erstwähler, unterstreicht Sylvain Besch vom Cefis.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 17.10.2013

Eine Wahl, viele Unwägbarkeiten

Die Wahlen 2013 finden unter veränderten Voraussetzungen statt. Für den Direktor des Forschungsinstituts Cefis, Sylvain Besch,  ist deshalb eine verlässliche Prognose zum Wahlausgang kaum möglich.

(DS) „Eine verlässliche Prognose zum Wahlausgang ist äußerst schwierig, es gibt zu viele Fakten, deren Auswirkungen auf das Resultat nicht absehbar sind“, erklärt Sylvain Besch, Direktor des „Centre d'étude et de formation interculturelles et sociales“ (Cefis), in einem Gespräch mit dem Luxemburger Wort.

Bei den Wahlen 2013 ist in der Tat vieles anders. Zum einen handelt es sich um vorgezogenen Neuwahlen, ein Phänomen, das in Luxemburg nur alle Schaltjahre einmal vorkommt. Durch den vorgezogenen Termin fiel der Wahlkampf natürlich recht kurz aus.

Die verinnerlichte Krise und die Erstwähler

Ungewiss ist beispielsweise, welche Auswirkungen die Krise, aber auch die verschiedenen Affären auf das Wählerverhalten haben werden, gibt Sylvain Besch zu bedenken. „Nach fünf Jahren haben die Menschen die Krise verinnerlicht.“

Ein neues Element sind auch die vielen Erstwähler. 2009 gaben  lediglich 5.863 Wähler zum ersten Mal ihre Stimme ab. Diesmal sind es nicht zuletzt wegen der doppelten Staatsbürgerschaft fast 15.000. Welche Partei sie bevorzugen, ist absolut offen.

Die Protestwähler und die Lokomotiven

Nicht einschätzen könne man auch die Protestwähler, erklärt der Direktor des Cefis. Er rechnet damit, dass es diesmal wegen der Krise und der Affären weitaus mehr Protestwähler geben wird. Wobei wir dann bei den kleinen Parteien wären. Die große Frage, die sich am Wahlabend stellen wird, ist welchen Stimmenanteil sie insgesamt verbuchen können. Auch wenn es wahrscheinlich nicht für viele Sitze reichen wird, so jagen sie doch den etablierten Parteien Stimmen ab.

Dann wären da noch die „Lokomotiven“: Zugpferde wie etwa die ehemaligen Minister Biltgen, Krecké, Delvaux und Jacobs sind nicht mehr im Rennen. Es ist fraglich, ob die Kandidaten aus den eigenen Reihen deren persönlichen Stimmen auffangen können, oder ob die Wähler einer anderen Partei ihr Vertrauen schenken.

  • Lesen Sie das ganze Interview in der Freitagsausgabe des Luxemburger Wort

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