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Eine Seilbahn für die "Rout Bréck"
Eine Seilbahn mit im Boden versenkten Drahtseilen bringt die Fahrgäste nach oben zur Fahrbahn.

Eine Seilbahn für die "Rout Bréck"

Grafik: Ministère du Dévéloppement durable et des Infrastructures
Eine Seilbahn mit im Boden versenkten Drahtseilen bringt die Fahrgäste nach oben zur Fahrbahn.
Lokales 18.03.2014

Eine Seilbahn für die "Rout Bréck"

Die Arbeiten für den Bau der Trambahn durch die Stadt Luxemburg sollen pünktlich im Sommer 2014 beginnen. Das neue Drehkreuz an der Roten Brücke soll mit einer Standseilbahn ausgestattet werden.

(vb) - Die Planungen für die Trambahn durch die Stadt Luxemburg sind so weit fortgeschritten, dass der Bau pünktlich im Sommer 2014 beginnen kann. Wie Infrastrukturminister Claude Wiseler am Mittwoch mitteilte, kann die erste Tram voraussichtlich im Mai 2017 fahren.

Zu einem neuen Drehkreuz wird der Platz unterhalb des Pont Grande-Duchesse Charlotte (Rout Bréck) ausgebaut. Dort wird ein Bahn-Haltepunkt für Züge aus Richtung Nordstad, aber auch aus Bettemburg und dem Luxemburger Hauptbahnhof errichtet. Die Passagiere werden mit einer Standseilbahn hoch zur Fahrbahn der Roten Brücke transportiert, wo sie mit der Tram weiterfahren. Minister Wiseler hatte bisher mit einer Rolltreppe geplant, doch diese habe nicht genug Kapazität, um die in Spitzenzeiten geschätzten 5000 Fahrgäste pro Stunde aufzunehmen, sagte er am Mittwoch. Die Standseilbahn wird mit im Boden versenkten Drahtseilen angetrieben.

Es sollen 30 Straßenbahnwagen von 33 Meter Länge bestellt werden. Jeder Wagen kann 225 Passagiere transportieren. In Spitzenzeiten können zwei Wagen aneinander gekoppelt werden, so dass sie eine Kapazität von 450 Personen bekommen. Die Stromversorgung wird durch Oberleitungen gewährleistet; nur an besonders exponierten Punkten wie dem Pont Adolphe oder großen Plätzen kommt der Strom aus der Schiene.

Weniger Verkehr auf den Hauptachsen

Die erste Strecke führt vom Hauptbahnhof bis zum Luxexpo-Gelände und biegt am Aldringer-Platz in Richtung Place de l'Etoile ab, so dass der Boulevard Royal entlastet wird. Auch auf der Avenue de la Liberté soll viel Verkehr wegfallen, weil kaum noch Busse auf den Auto-Spuren fahren. Völlig anders fließt in Zukunft der Verkehr auf der Avenue de la Gare: Hier führt eine Busspur in Richtung Bahnhof, die gegenläufige Spur Richtung Oberstadt ist für gemischten Verkehr aus Bussen und Autos vorgesehen.