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Eine Patenschaft für den eigenen Baum
Lokales 2 Min. 13.07.2022
Hauptstadt

Eine Patenschaft für den eigenen Baum

Die Flächen rund um die Bäume können von den Einwohnern bepflanzt und unterhalten werden.
Hauptstadt

Eine Patenschaft für den eigenen Baum

Die Flächen rund um die Bäume können von den Einwohnern bepflanzt und unterhalten werden.
Foto: Jeff Wiltzius
Lokales 2 Min. 13.07.2022
Hauptstadt

Eine Patenschaft für den eigenen Baum

Jeff WILTZIUS
Jeff WILTZIUS
In der Hauptstadt können Bürger sich ihren eigenen Baum aussuchen und rundherum verschönern. Das war aber nur ein Thema des Schöffenrates beim letzten City Breakfast vor den Sommerferien.

In einem Haus wohnen, keinen oder nur einen kleinen Balkon besitzen und dennoch seinen grünen Daumen ausleben – das geht. Denn die Verantwortlichen in Luxemburg-Stadt suchen nach neuen Paten für ihre Bäume. 

Diese beiden Bäume am Boulevard Joseph II haben bereits ihre Paten gefunden.
Diese beiden Bäume am Boulevard Joseph II haben bereits ihre Paten gefunden.
Foto: Jeff Wiltzius

Mehr als 21.000 davon befinden sich auf dem hauptstädtischen Areal, viele davon in Alleen oder an den Straßen der Wohnviertel. „Das bietet eine schöne Möglichkeit für die Bürger, sich um eine kleine Grünfläche zu kümmern“, sagte Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) am Dienstag beim City Breakfast – dem monatlichen Treffen des Schöffenrates mit der Presse.   


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Die Bürger suchen sich ihren Lieblingsbaum aus und können die dazugehörige Fläche nach eigenem Geschmack bepflanzen. Dafür bietet der Service Parcs seine Unterstützung an. „Unsere Experten beraten die Einwohner, welche Pflanzen am besten vor Ort wachsen“, erklärte der Erste Schöffe Serge Wilmes (CSV). Dies können Sommerblumen, Kräuter oder weitere Pflanzen sein.  

Neben Blumen können ebenfalls Kräuter angepflanzt werden.
Neben Blumen können ebenfalls Kräuter angepflanzt werden.
Foto: Jeff Wiltzius

Im vergangenen Jahr fand die erste Ausgabe statt. „Schnell meldeten sich knapp 40 Familien“, freute sich Wilmes. In diesem Jahr sind bereits 53 Patenschaften angemeldet. Diese gilt jedoch nur für ein Jahr, kann allerdings immer wieder verlängert werden. Interessierte sollen sich unter parcs@vdl.lu oder unter der Telefonnummer 4796-2365 melden.

Warten auf Bestellungen

Ebenfalls zur Sprache kam das Sorgenkind Vel'OH!. Das Fahrradverleihsystem des Betreibers JCDecaux steht bereits seit Längerem in der Kritik. „Es ist frustrierend“, sagte die Bürgermeisterin. Viele E-Bikes seien nicht im Einsatz, viele Radstationen leer. 


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Das Problem liege allerdings weniger an dem Betreiber, sondern an den Nutzern, respektive dem Vandalismus. „Fast 80 Prozent aller Schäden entstehen im Viertel Gare“, so die Bürgermeisterin. Dies hat Auswirkungen auf das gesamte Netz. Von den insgesamt 1.250 Rädern seien zudem 250 „in der Natur“ verschwunden. „Man findet sie überall.“ Selbst in Arlon seien welche aufgetaucht. Dazu kommt das Problem der Teileversorgung. Es sei derzeit sehr schwierig, neue Pedelecs zu bekommen. 

Von den insgesamt 1.250 Rädern sind 250 verschwunden.
Von den insgesamt 1.250 Rädern sind 250 verschwunden.
Foto: Guy Jallay

Die gute Nachricht: Die Hauptstadt will das System des Fahrverleihsystems weiter ausbauen und neue Stationen in Beggen, Dommeldingen und in der Gemeinde Walferdingen installieren. „Die Bestellungen sind raus. Doch auch hier warten wir auf die Lieferung“, sagte Polfer.

Tonnen von Müll

Ein weiteres Thema war die Müllentsorgung in den Parks. So sei laut Wilmes die Müllverschmutzung rasant angestiegen. „Im Jahr 2018 räumte unser Service Parcs insgesamt 103 Tonnen Müll weg, im vergangenen Jahr mussten bereits 232 Tonnen Abfall entsorgt werden.“ Im Stadtpark kamen im Sommer rund 1.000 Kilogramm Dreck zusammen, im Park an der Peitruss 500 Kilogramm. 


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„Gerade der Dreck neben dem Abfalleimer hat zugenommen. Alles ist verteilt.“ In diesem Zusammenhang will die Stadtverwaltung neue kleine Recycling-Mülleimer aufstellen, unter anderem in der Avenue de Monterey, an Place de Paris und am Theaterplatz. Man hoffe so, die Menschen zur Mülltrennung zu bewegen.

Neuer Pop-up im August

Im August wird auf der Place de France ein kleiner Pop-up aufgestellt, erklärten die Stadtverantwortlichen. Ein koreanischer Essensstand wird dann für vier Wochen seine Produkte anbieten. „Die derzeitige Baustelle wird wegen des Kollektivurlaubes abgebaut. So wird die freie Fläche sinnvoll genutzt und der Platz bekommt ein weiteres Highlight“, so Wilmes. 

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