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„Eine Bereicherung für die Stadt und kein Friedhof“
Lokales 15.03.2012

„Eine Bereicherung für die Stadt und kein Friedhof“

Die Rives de Clausen werden ab Februar jeden Freitag und jeden Samstag bis drei Uhr geöffnet haben.

„Eine Bereicherung für die Stadt und kein Friedhof“

Die Rives de Clausen werden ab Februar jeden Freitag und jeden Samstag bis drei Uhr geöffnet haben.
Anouk Antony
Lokales 15.03.2012

„Eine Bereicherung für die Stadt und kein Friedhof“

Rund 2200 Leute bewegen sich an einem Wochenendtag in die "Rives de Clausen". Die Stadt Luxemburg hat nun neue Maßnahmen vorgestellt, damit kein Verkehrskollaps entsteht. Was die Klage einiger Anwohner vor dem Verwaltungsgericht angeht, so gibt es keinen neuen Stand. Bürgermeister Paul Helminger machte klar, dass er die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes abwarten und keine Spekulationen anstellen will.

(jot) - Die „Rives de Clausen“ wurden vom eigenen Erfolg regelrecht überrollt. Rund 2200 Leute bewegen sich an einem Wochenendtag in das neue Zentrum des Luxemburger Nachtlebens. Die Stadt Luxemburg hat nun neue Maßnahmen vorgestellt, damit trotz der hohen Besucherzahlen kein Verkehrskollaps entsteht. Was die Klage einiger Anwohner vor dem Verwaltungsgericht angeht, so gibt es jedoch keinen neuen Stand. Bürgermeister Paul Helminger machte klar, dass er die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes abwarten und keine Spekulationen anstellen will.

Die Kapazität der drei Pendelbusse, die am Wochenende vom Glacis-Parkplatz zur Rives de Clausen fahren, wird erhöht. Darüber hinaus soll die Taktfrequenz der Busse erhöht werden. Das gebührenpflichtige Parken wird bereits seit dem 19. Januar bis drei Uhr in der Nacht ausgeweitet.

Der Parkhaus in Clausen hat rund 400 Plätze und ist am Wochenende ab 21 Uhr in der Regel komplett belegt. Es wurde nun in das Parkleitsystem der Stadt Luxemburg integriert. Daneben gibt es noch schätzungsweise 380 Plätze entlang der Straße, die jedoch schon zu 40% von den Anwohnern genutzt werden. Zwei Straßen (rue Funck-Brentano, rue de la Malterie) werden durch Poller in Zukunft nur noch den Anwohnern zugänglich sein.

Buspendeldienst erfreut sich großer Beliebtheit

François Bausch, Mobilitätsschöffe der Stadt Luxemburg, wies darauf hin, dass es schwierig gewesen sei, in intensiven Gesprächen mit der Polizei, den Betreibern und den Anwohnern eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden: „Wir hatten es mit drei Interessengruppen zu tun.“

Er unterstrich aber auch, dass der Buspendeldienst bereits von der Mehrheit der Partygängern genutzt wird. Am letzten Freitag hätten beispielsweise 1476 Leute das Angebot angenommen. Mit dem Buspendeldienst sei man in rund sieben Minuten im Ausgehviertel. Dies sei schneller, als mit dem eigenen Wagen einen Parkplatz auf dem Standort zu suchen.

"Lärmpegel im Rahmen des Erträglichen"

Bürgermeister Paul Helminger betonte, dass der Lärmpegel absolut im Rahmen des Erträglichen sei. „Die Rives de Clausen sind eine Bereicherung für die Stadt. Wir wollen keinen Friedhof“, so die klare Aussage des Bürgermeisters. Im Sommer soll laut Betreibern mit gut funktionierenden Klimaanlagen gewährleistet werden, dass die Besucher nicht den Drang verspüren, die Lokale zu oft zu verlassen und ins Freie zu strömen.