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Eine App macht mobil
Lokales 2 Min. 18.09.2019

Eine App macht mobil

Bus, Tram, Fahrrad, eigenes Auto oder einfach zu Fuß: Die neue App soll schnell und umfassend über 
jede Mobilitätsoption informieren.

Eine App macht mobil

Bus, Tram, Fahrrad, eigenes Auto oder einfach zu Fuß: Die neue App soll schnell und umfassend über 
jede Mobilitätsoption informieren.
Foto: Chris Karaba
Lokales 2 Min. 18.09.2019

Eine App macht mobil

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die komplett überarbeitete Anwendung von Mobiliteit.lu ist seit Mittwoch verfügbar. Ihr Vorteil: Sie vernetzt sämtliche Verkehrsmittel.

Die alte Mobiliteit.lu- App hat ausgedient, lang lebe die neue, überarbeitete Version, die seit Mittwoch verfügbar ist. Oft war die Anwendung ein einziges Ärgernis und schlug Reisewege und Umsteigemöglichkeiten vor, deren Logik sich dem Verbraucher nicht erschloss.


Vom 16. bis zum 22. September sollen auch die Bürger des Großherzogtums während der Europäischen Mobilitätswoche vor allem ihre Beine zur Fortbewegung nutzen.
Mobilitätswoche: Gehen statt fahren
Während der europäischen Mobilitätswoche wird auf nachhaltige Transportmittel gesetzt - auch im Großherzogtum. Eine Möglichkeit zur Fortbewegung sind da die eigenen zwei Füße.

„Es handelt sich bei dieser App um ein pan-europäisches, revolutionäres Programm, das die individuelle Mobilität unterstützen soll“, so Mobilitätsminister François Bausch bei der Vorstellung.

Bei so viel Vorschusslorbeeren sollte die von einem deutschen Entwickler ersonnene App jedenfalls zeigen können, zu was sie fähig ist. Aber was kann sie denn nun?

Zuerst fällt auf, dass sich das Programm eigentlich kaum von jenen unterscheidet, die Google oder Apple seit geraumer Zeit anbieten. „Wir nutzen genau wie diese Konzerne die Mobilitätsdaten, die öffentlich zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu den kommerziellen Anbietern bleiben die privaten Daten der Nutzer aber dann in Luxemburg und wandern nicht nach Cupertino oder sonst irgendwo hin“, so Bausch.

Daten bleiben in Luxemburg

Demnach integriere sich die App denn auch perfekt in die nationale Mobilitätsstrategie. „Es handelt sich um einen Qualitätssprung, der die Menschen dazu bewegen wird, ihre eigene Mobilitätskette zu verbinden.“ In der Praxis fragt man also nach dem schnellsten Weg von A nach B und die App liefert einem die Antwort.


Lokales,Kreuzung in Frisingen. Ampelanlage für Busse.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Eine grüne Welle für den Bus
Ein Pilotprojekt in Frisingen soll dem öffentlichen Transport an Kreuzungen durchgehend grüne Ampeln gewähren - mit entsprechendem Zeitgewinn gegenüber dem Individualverkehr.

Nach der Auswahl von Start- und Zielort kann man das gewünschte Fortbewegungsmittel auswählen: Zu Fuß gehen, das Fahrrad, den öffentlichen Transport oder das eigene Auto benutzen. Die jeweiligen Fahrtzeiten und die Fahrtkosten werden dann angezeigt.

Der besondere Clou ist aber die Integration von Live-Verkehrsinformationen und Baustellen. Diese werden unter anderem vom Automobilclub ACL bereitgestellt und in die Streckenplanung mit eingebunden.

Zudem zeigen Blattsymbole an, ob die gewählte Fortbewegungsart ökologisch korrekt ist. Einsehbar ist zudem die Verfügbarkeit freier Stellplätze an verschiedenen P+R-Parkplätzen.

Individuelle Mobilitätskette

„Die Möglichkeit, die eigenen Fahrwege zu personalisieren erlaubt zudem ein individuelles Mobilitätsangebot“, so Gilles Dostert, Generaldirektor des Verkéiersverbond. „Auf diese Weise wird eine persönliche Mobilitätskette geschaffen. Mit dem Fahrrad zum Bahnhof, weiter mit dem Zug und schließlich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ziel ist immer die intelligenteste Nutzung von mehreren Mobilitätselementen.“


Massnahmen in Bettemburg um gegen Schleichverkehr anzukommen - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Bettemburg schließt Schleichweg
Bei Stau auf der A3 ziehen es manche Autofahrer vor, eine Abkürzung über Bettemburg zu nehmen. Doch seit kurzem ist dies nicht mehr möglich. Sperrungen und neue Einbahnstraßen waren dafür notwendig.

Damit möglichst viele Informationen zusammenlaufen, zeigt die App ebenfalls die Verfügbarkeit der Dienste von Drittanbietern an. Dazu gehören freie Chargy-Ladestationen für Elektroautos, die Fahrradverleihsysteme vel'OH und Vel'OK sowie die Plattform für Fahrgemeinschaften CoPilote.

Taxis sind in der aktuellen Version übrigens nicht vorgesehen, weil es sich um Privatanbieter handelt, die nicht Teil des öffentlichen Transports sind. Minister Bausch will sich einer späteren Zusammenarbeit aber nicht verschließen.


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