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Ein Zaun gegen die Schweinepest
Lokales 20.03.2019

Ein Zaun gegen die Schweinepest

Mit einem acht Kilometer langen Zaun soll verhindert werden, dass das gefährliche Virus nach Luxemburg gelangt.

Ein Zaun gegen die Schweinepest

Mit einem acht Kilometer langen Zaun soll verhindert werden, dass das gefährliche Virus nach Luxemburg gelangt.
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Lokales 20.03.2019

Ein Zaun gegen die Schweinepest

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Umwelt- und Landwirtschaftsministerium reagieren auf Kritik und kündigen Schaffen einer Zone blanche an.

Noch am Mittwochnachmittag reagierten Landwirtschaftsminister Romain Schneider und Umweltministerin Carole Dieschbourg im Anschluss an die Sitzung des Ministerrates auf die Kritik seitens der FSHCL. Zugleich wurden weitere Maßnahmen angekündigt. So soll ab kommender Woche mit Hilfe der Armee und der Straßenbauverwaltung ein rund acht Kilometer langer Zaun entlang der belgischen Grenze errichtet werden, dies von Steinfort bis Petingen.

Acht Kilometer langer Zaun


Bislang blieb Luxemburg noch offiziell von der afrikanischen Schweinepest verschont. Die Gefahr steht nach dem Nachweis eines Falles in Differt bei Messancy (B) mittlerweile aber direkt vor der Haustür.
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Beide Minister machten noch einmal deutlich, dass die Regierung in der Problematik der afrikanischen Schweinepest nicht untätig geblieben sei sondern sich von Anfang an mit sämtlichen Partnern innerhalb der Task force beraten und abgesprochen habe. „Wir sind uns der Gefahr für die Landwirtschaft, die Schweinezüchter und auch die Landwirtschaft durchaus bewusst und haben schrittweise Maßnahmen beschlossen, um zu verhindern, dass die Krankheit auch in Luxemburg auftritt“, meint Landwirtschaftsminister Romain Schneider. Dazu gehörten das Einrichten der Schutzzone im Südwesten des Landes, die Information der Schweinezüchter bezüglich der Biosicherheit und den Hygieneauflagen sowie die Zusammenarbeit mit den Jägern.

"Nicht der Moment für alte Rechnungen"

Von den insgesamt 130 untersuchten Wildschweinekadavern in Luxemburg seien alle negativ gewesen. „Das sind so viele untersuchte Kadaver wie in ganz Frankreich“, so Schneider. Luxemburg bleibe damit aber weiterhin von der Krankheit verschont. Was die Kritik der Jäger des Hubertusverbandes betrifft, so meinte Schneider, die Diskussion solle sachlich bleiben und nicht emotional geführt werden. „Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um alte Rechnungen zu begleichen“, so Schneider. Man stehe in permanentem Austausch mit den belgischen Verwaltungen, zudem lasse man sich von den Experten der EU-Kommission beraten.


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„Unsere Entscheidungen basieren alleine auf der Faktenlage, es geht hier weder um ethische noch um ideologische Fragen“, stellte Carole Dieschbourg klar. Auf Nachfrage hin stellte der beigeordnete Direktor der Naturverwaltung, Laurent Schley, klar, dass die Jagd auf die Wildschweine im Offenland ohnehin das ganze Jahr über geöffnet sei, in der Sicherheitszone entfällt auch die sechswöchige Schonzeit in den Waldgebieten. „Trotzdem bleiben die Abschüsse im Schnitt rund zehn Prozent unterhalb der genehmigten Minima.“ Man wolle aber trotz aller Kritik weiterhin auf die Zusammenarbeit mit den Jägern setzen.


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