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Ein Wolf in der Province de Luxembourg
Lokales 08.03.2019

Ein Wolf in der Province de Luxembourg

Stijn Vandyck mit einem der verwundeten Schafe. Ein anderes Tier wurde getötet.

Ein Wolf in der Province de Luxembourg

Stijn Vandyck mit einem der verwundeten Schafe. Ein anderes Tier wurde getötet.
Foto: Nadia Lallemant
Lokales 08.03.2019

Ein Wolf in der Province de Luxembourg

Anfang der Woche wurde in der Nähe von Vielsalm eine Attacke auf Schafe gemeldet. Ein Züchter ist in großer Sorge.

(NL/TJ) - Der Wolf scheint definitiv wieder in der belgischen Region Wallonie angekommen zu sein. Roger Herman vom "Collectiv Réseau Loup" hatte das Tier im Februar bereits in der Haute Fagne fotografiert. Nun scheint ein neuer Angriff des Raubtieres in Roche-en-Ardenne dokumentiert worden zu sein. Damit wäre der Wolf erstmals auch in der Province de Luxembourg nachgewiesen.


Timber Wolf extreme closeup on black background, Canada
Konkreter Hinweis auf Wolf
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Die Schafe von Stijn Vandyck, Züchter in Vielsalm, sollen Anfang der Woche Opfer des Angriffs geworden sein: "Am Montag wurde ich von Dorfbewohnern in Kenntnis gesetzt, dass die Tiere aus ihrem Stall ausgebrochen seien. Vor Ort sah ich, dass ein Schaf getötet war und etwa 15 Kilogramm Fleisch herausgerissen waren. Drei weitere Tiere wiesen Bisswunden im Bauchbereich auf."

Sechs Monate Wartezeit

Schon im Jahr 2016 war seine Herde mehrfach  angegriffen worden, nach zwei Jahren wurde ihm vom Réseau Loup bestätigt, dass es sich um eine Wolfsattacke gehandelt hatte. DNA-Tests hatten ergeben, dass es sich dabei um ein Tier handelte, das in der Region Haute Fagne anhand von Ausscheidungen katalogisiert worden war.


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Im Raum Koerich/Simmern hatte es im Dezember einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfes gegeben. Die genetische Analyse einer Urinprobe ergab jedoch kein Resultat: Es lag zu wenig Erbmaterial vor.

Am Montag nahmen die belgischen Behörden vor Ort erneut Proben. Vandyck bedauert, dass man in der Wallonie sechs Monate auf die Ergebnisse warten muss: "In Flandern teilen die Behörden nach zwei Wochen bereits die Ergebnisse mit, wieso geht das nicht bei uns?"

Ratlosigkeit

Vandyck hat sich mit einem Schreiben an den wallonischen Landwirtschaftsminister gewandt. "Ich habe 350 Tiere an zehn Standorten, da ist es mir unmöglich, sie dauernd zu überwachen. Ich bin seit einiger Zeit permanent im Stress. Zudem möchte ich vom Minister wissen, ob ich auf eine Entschädigung hoffen kann und was man mir zum Schutz der Tiere rät."

Der Züchter unterstreicht, dass er sich nicht gegen die Wiederkehr des Wolfes gesträubt hatte und lediglich wissen möchte, wie er damit umgehen solle.



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