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Ein weiterer Turm für Differdingen
Lokales 2 Min. 10.09.2019

Ein weiterer Turm für Differdingen

Der höhere der beiden Türme soll 60 Meter hoch werden. Er soll somit an der Stelle, an der einst der 
Hadir-Turm stand, eine neue Landmarke am Differdinger Stadteingang darstellen.

Ein weiterer Turm für Differdingen

Der höhere der beiden Türme soll 60 Meter hoch werden. Er soll somit an der Stelle, an der einst der 
Hadir-Turm stand, eine neue Landmarke am Differdinger Stadteingang darstellen.
Grafik. Stadtverwaltung Differdingen
Lokales 2 Min. 10.09.2019

Ein weiterer Turm für Differdingen

Luc EWEN
Luc EWEN
2020 soll in Differdingen der Bau von zwei Gebäuden mit 16 und 20 Stockwerken beginnen.

Wo einst der Hadir-Turm, das Verwaltungsgebäude des gleichnamigen, ehemaligen Differdinger Stahlkonzerns stand, wird wieder ein Turm entstehen. Dies zusätzlich zu dem Turm, der sich derzeit neben dem Einkaufszentrum Opkorn im Bau befindet. Bauherr dieses neuen Turms, der den Namen Projekt Gravity tragen soll, ist die Stadt Differdingen.

Das Projekt Gravity wird von der Gesellschaft BPI Real Estate nach Plänen des Architektenbüros Petitdidierprioux umgesetzt. Der Hauptturm wird 20 Stockwerke hoch sein. Daneben entsteht ein teils angebauter Turm mit 16 Stockwerken, sowie drei kleinere Gebäude. Sie alle sind auf Höhe des Erdgeschosses und des ersten Stockwerks untereinander verbunden. In diesem Verbindungstrakt ist eine zweistöckige Einkaufsgalerie von insgesamt 3 500 Quadratmetern vorgesehen. 


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In den beiden Türmen sollen 80 Wohnungen entstehen.

Kein Getto 

Zu dem Gebäudekomplex gehören auch eine Kindertagesstätte, Büroräume, ein zweistöckiges unterirdisches Parkhaus mit 225 Stellplätzen, sowie Grünanlagen auf öffentlichen Terrassen. Bürgermeister Roberto Traversini zufolge, sollen die Bauarbeiten zum kommenden Jahresbeginn starten. Die voraussichtliche Bauzeit ist mit zwei bis zweieinhalb Jahren veranschlagt. „Wir wollen keine geschlossene Insel schaffen“, so der Bürgermeister. Die Entstehung eines Gettos gelte es zu verhindern. Daher werde bei der Vergabe der Wohnungen auf soziale Mixität geachtet. Zudem soll es im Gebäudekomplex Mehrzweckräume für die Einwohner geben. Es sei sinnvoller, wenn Familienfeiern wie etwa Kindergeburtstage dort, als im nächsten Fast-Food-Restaurant gefeiert würden, so Roberto Traversini.

In diesem Sinne will man sich an neuen Konzepten versuchen, etwa an einem Portier-animateur, also einem Hausmeister der auch andere Aufgaben übernimmt. Hierzu soll ein Konzept ausgearbeitet werden. Man könne sich etwa vorstellen, dass Einwohner sich bei ihm Geräte, im Sinne der Kreislaufwirtschaft, ausborgen können. „Warum soll jeder Haushalt eine eigene Bohrmaschine kaufen?“, so Traversini. 

Komplementär zur Stadtmitte

Was die neue Einkaufsgalerie angeht, so soll die einer Nachfrage seitens der Geschäftswelt Rechnung tragen, so Urbanismusschöffe Georges Liesch. Das kommerzielle Angebot soll komplementär zu dem in der alten Stadtmitte sein. Dort gäbe es vor allem kleinere Geschäftslokale, die sich auch in Zukunft für den Proximitätshandel eignen würden. „Regelmäßig erhalten wir aber Nachfragen von Geschäftsleuten, die etwas größere Lokale suchen, diese in Differdingen aber nicht finden.“ Diese Nachfrage soll nun in der neuen Einkaufsgalerie, gleich neben dem Auchan-Einkaufszentrum Opkorn bedient werden. 


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 Die 80 Wohnungen wurden von der Stadt gekauft und sollen als bezahlbarer Wohnraum auf den Markt kommen. Dies bedeutet für die Stadt eine Investition von 40 Millionen Euro. Bautenschöffe Tom Ulveling erklärte, es gäbe mehrere Szenarien, was die Finanzierung angeht. Derzeit besteht noch keine Konvention zwischen Stadt und Staat. Allerdings, rechnet man im Differdinger Rathaus mit staatlichen Zuschüssen zwischen 11,856 und 17,784 Millionen Euro. Dies je nachdem, wie hoch der Prozentsatz der Mietwohnungen sein wird. 

Hierzu sei noch keine Entscheidung getroffen. Geplant sind 38 Zweizimmer- 30 Dreizimmer- und zwölf Vierzimmerwohnungen in den beiden Türmen. In zwei der kleineren Gebäude sollen aber auch andere Wohnformen, wie etwa Wohngemeinschaften möglich sein. 


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