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Ein wachsames Auge auf Luxemburgs Brücken
Lokales 2 Min. 16.08.2018

Ein wachsames Auge auf Luxemburgs Brücken

In Luxemburg gibt es keine Brückenstrukturen wie jene in Genua. Die Schrägseilbrücke in Hesperingen ist moderner und hat eine andere Bauweise.

Ein wachsames Auge auf Luxemburgs Brücken

In Luxemburg gibt es keine Brückenstrukturen wie jene in Genua. Die Schrägseilbrücke in Hesperingen ist moderner und hat eine andere Bauweise.
Foto: Paul Hinger/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 16.08.2018

Ein wachsames Auge auf Luxemburgs Brücken

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Tagtäglich sind sie Lasten und Witterung ausgesetzt. Um zu vermeiden, dass dadurch Sicherheitsrisiken entstehen, werden die Luxemburger Brücken regelmäßig von der Straßenbauverwaltung kontrolliert.

Wer im Großherzogtum über oder unter einer Brücke durchfährt, muss keine Angst haben, dass es zu einem ähnlichen Szenario wie in Genua kommt. Der Zustand der Luxemburger Brücken ist nämlich gut, wie Roland Fox, Direktor der Straßenbauverwaltung, erklärt.

In Luxemburg wird in jedem Jahr eine Routinekontrolle jener 1.271 Brücken durchgeführt, für die die Ponts et chaussées zuständig sind. Dabei handelt es sich von einfachen Bachüberquerungen ab einer Tragweite von zwei Metern bis zu Viadukten von über 100 Metern. Alle drei Jahre erfolgt eine komplette Inspektion der Brücken. „Dabei wird überprüft, wie der Zustand der Struktur ist und ob eine Wartung oder Instandsetzung nötig ist oder gar umfangreichere Arbeiten vorgenommen werden müssen“, so Roland Fox. Bei den 20 Großbauten steht zusätzlich alle zehn Jahre eine Generalinspektion an.

Diese Kontrollen sind notwendig, da Brücken tagtäglich beansprucht werden. Dabei werden sie nicht nur Lasten ausgesetzt, die sie tragen müssen, sondern auch Witterungsbedingungen. „Es ist wie mit Menschen: Auch Brücken werden alt“, erklärt Roland Fox. Er erinnert sich etwa an eine Brücke, die gebrochen war und demnach neu gebaut werden musste.

Salz und Schwertransporte

Eben um solche Vorfälle zu vermeiden, wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert, ob der Zustand aller Materialien in Ordnung ist. Insbesondere Streusalz hat eine sehr korrosive Wirkung auf Stahl und Beton, Materialien, die beim Brückenbau eingesetzt werden. Kontrolliert werden müssen deshalb beispielsweise auch die Abdichtungen, dies um zu vermeiden, dass sich das Salzwasser einen Weg auf Stellen bahnt, an denen es einen großen Schaden anrichten kann.

Auch Schwertransporte bergen durch ihr Gewicht ein gewisses Risiko. Deshalb wird ihnen genau vorgegeben, welche Route sie fahren sollen. „Wir haben den ganzen Bestand der Brücken nachgerechnet und können dementsprechend angeben, welche Strecken diese Fahrzeuge nutzen sollen“, erklärt Roland Fox.

Bei den regelmäßigen Inspektionen wird zudem kontrolliert, wie empfindlich die Brücken sind. Roland Fox bestätigt, dass alle Brücken, die als sehr empfindlich eingestuft worden waren, mittlerweile abgerissen und ersetzt wurden.

Konstruktionen mit einer ähnlichen Struktur wie jener in Genua, gibt es in Luxemburg übrigens nicht. Wohl stehen in Hesperingen, Mamer und Mersch Schrägseilbrücken, „dabei handelt es sich aber um andere Typen und um viel modernere Bauten als jene in Genua“, so Roland Fox.


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