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Ein virales Video und die Frage nach der Sicherheit
Lokales 06.09.2021
Privater Wachdienst am Bahnhof

Ein virales Video und die Frage nach der Sicherheit

Das Video des Vorfalls vom Samstagabend kursiert in den sozialen Medien.
Privater Wachdienst am Bahnhof

Ein virales Video und die Frage nach der Sicherheit

Das Video des Vorfalls vom Samstagabend kursiert in den sozialen Medien.
Photo: Screenshots Video
Lokales 06.09.2021
Privater Wachdienst am Bahnhof

Ein virales Video und die Frage nach der Sicherheit

Patrick JACQUEMOT
Patrick JACQUEMOT
Die Debatte um private Wachdienste im Bahnhofsviertel geht in eine neue Runde, nachdem am Samstag ein Mann von einem Wachhund gebissen wurde.

Ein Hund, der die Hose nicht loslässt, die sich in seinem Maul verfangen hat; ein Hundeführer, der sichtlich nicht in der Lage ist, sein Tier zu kontrollieren; Passanten, die „Lass los, lass los“ schreien. Die Bilder dieses Vorfalls, der sich am Samstagabend in der Avenue de la gare, im Zentrum der Hauptstadt  ereignete, kursieren in den sozialen Netzwerken. Und sie schockieren.


Lokales, Sicherheitsbeamter Quartier Gare, Agent de Sécurité, GDL Security, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Chamber debattiert über private Sicherheitsfirmen
Größte Streitpunkte in der Aktualitätsstunde zur Sicherheit im öffentlichen Raum bleiben die unklaren Befugnisse der Sicherheitsdienste.

Die Debatte um die Hintergründe ist nicht neu: Die Bürgermeisterin hat eine private Sicherheitsfirma damit beauftragt, für Ruhe und Ordnung im Bahnhofsviertel zu sorgen. Kritiker dieses Schritts fordern, diese Aufgabe nur der Polizei anzuvertrauen. Unterm Strich steht am Samstagabend: Die Person, die von dem Hund angegriffen wurde, kam mit Bisswunden am Bein ins Krankenhaus. 

Dort schrie der Mann herum und schlug um sich, bespuckte sogar das Personal, das seine Wunden behandelte. Daher nahm die Polizei ihn mal vorläufig fest; die Staatsanwaltschaft wurde informiert.

Die politische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der frühere Abgeordnete von Déi Lénk, David Wagner, forderte, dass der Vertrag zwischen der Hauptstadt und dem Unternehmen (G4S) unverzüglich gekündigt wird. 

Gemeinderat François Benoy (Déi Gréng) hinterfragte in einem Schreiben an den Stadtrat den Einsatz von Hundepatrouillen als „angemessenes und handhabbares Mittel, um auf das Gefühl der Unsicherheit“ zu reagieren.

Die Frage dieser privaten Patrouillen ist seit 2020 Gegenstand eines Tauziehens zwischen Lydie Polfer (DP) und dem Minister für innere Sicherheit Henri Kox (Déi Gréng)

Dieser Artikel erschien zuerst auf wort.lu/fr. (Übersetzung: Tom Rüdell)

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