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Ein Stadion wächst heran
Die Tribünen stehen bereits zum großen Teil, nun soll die Dachkonstruktion folgen.

Ein Stadion wächst heran

Foto: Lex Kleren
Die Tribünen stehen bereits zum großen Teil, nun soll die Dachkonstruktion folgen.
Lokales 9 2 Min. 06.06.2018

Ein Stadion wächst heran

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Im September 2017 wurden die Arbeiten für das künftige nationale Fußball- und Rugbystadion zwischen Cloche d'Or und Kockelscheuer aufgenommen. Zwar geriet das Vorhaben durch den langen Winter in Verzug, dennoch sollen die ersten Bälle Ende 2019 dort rollen.

Fast sieben Monate nach der Grundsteinlegung hat sich auf dem Standort des künftigen nationalen Fußball- und Rugbystadions in Kockelscheuer einiges getan. Die Arena hat ihre Form angenommen, die Tribünen sind fast vollständig eingebaut. Obwohl auf dem Areal eine Baustelle herrscht und auf dem Spielfeld noch nichts vom grünen Rasen zu sehen ist, lässt sich schon jetzt erahnen, was Sportler und Zuschauer dort erwarten wird.

Anders als in dem längst in die Jahre gekommenen Stade Josy Barthel an der Route d'Arlon kann die neue Arena auch auf internationaler Ebene mithalten. Mit unter anderem 9.385 Sitzplätzen, Räumlichkeiten für Pressekonferenzen, einem Mehrzwecksaal und 200 Vip-Parkplätzen in der Nähe des Stadions wird es nämlich laut UEFA-Stadioninfrastruktur-Reglement in die Kategorie 4 eingestuft und erfüllt damit die gleichen Bedingungen wie etwa das Lerkendal Stadion im norwegischen Trondheim (21.405 Sitzplätze), das Stadio Olimpico Grande Torino im italienischen Turin (27.958 Sitzplätze), das Anfield im britischen Liverpool (54.067 Sitzplätze) oder gar das Camp Nou im spanischen Barcelona (105.000 Sitzplätze).


Die Arbeiten am nationalen Stadion schreiten schnell voran.
Stadion wird sichtbar: Die ersten Betonwände wachsen aus dem Boden
Wo vor etwas mehr als zwei Monaten nur ein von Baggern umgegrabenes Gelände zu sehen war, ragen nun einige Betonblöcke aus dem Boden. Die ersten Mauern des nationalen Stadions sind zu erkennen.

„Man verspürt schon jetzt eine besondere Atmosphäre“, stellte Sportminister Romain Schneider am Mittwochvormittag bei der Baustellenbesichtigung fest. Bis aber die ersten Spiele in der neuen Arena ausgetragen werden, wird es noch bis Oktober 2019 dauern. Voraussichtlich. Es sei nämlich ein harter Winter gewesen, sodass diverse Arbeiten nicht im Zeitrahmen durchgeführt werden konnten, erklärte Bürgermeisterin Lydie Polfer. Nichtsdestotrotz werde man alles daran setzen, die vorgesehene Frist einzuhalten.

Innenausbau startet im Herbst

Und doch schreiten die Arbeiten derzeit zügig voran. So ist immerhin 70 Prozent des Rohbaus abgeschlossen. In der kommenden Woche wird der erste Stahlträger für die Dachkonstruktion installiert. Die restlichen 50 werden nach und nach folgen. Bis Januar 2019 sollen sämtliche Träger an ihrem Platz sein.

Noch im Herbst dieses Jahres wird der Innenausbau mitsamt der technischen Installationen in Angriff genommen. Das neue Stadion, das nach den Plänen des deutschen Architektenbüros Gerkan Marg + Partner und des Luxemburger Büros Beng gestaltet wird, entspricht sowohl den Normen des World Rugby als auch der FIFA und UEFA. Die Sportstätte wird über einen VIP-Bereich, einen 900 Quadratmeter großen Businessbereich mit Küche, Räumlichkeiten für die Presse sowie Essensstände verfügen, von denen die meisten sich in einem dreistöckigen Gebäude entlang des Boulevard Kockelscheuer befinden werden.

Die Kosten für das Stadion belaufen sich auf 60,35 Millionen Euro, wovon der Staat zwei Drittel (mit einem Limit von 40 Millionen Euro) und die Stadt Luxemburg ein Drittel übernimmt.

Ein multifunktionaler Platz

Der angrenzende Parkplatz mit 200 Stellplätzen wird unter anderem den Offiziellen, den Rettungsdiensten und der Presse zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen dort Veranstaltungen, wie etwa Konzerte für bis zu 15.000 Personen organisiert werden. Die diesbezüglichen Kosten in Höhe von 791.000 Euro werden ausschließlich von der Stadt Luxemburg getragen. Zwischen Cloche d’Or und Kockelscheuer ist darüber hinaus ein „Park & Ride“-Parkplatz mit 1.981 Stellplätzen geplant. Darüber hinaus erfolgt eine direkte Anbindung an die Tram.


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