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Ein schulisches Schmuckstück
Nicht nur optisch interessant: Das LTL ist umwelttechnisch auf dem neuesten Stand.

Ein schulisches Schmuckstück

Guy Jallay
Nicht nur optisch interessant: Das LTL ist umwelttechnisch auf dem neuesten Stand.
Lokales 2 Min. 15.03.2012

Ein schulisches Schmuckstück

Nach fast vier Jahren Bauzeit konnte das „Lycée technique de Lallange“ (LTL) in Esch/Alzette am Freitag offiziell seiner Bestimmung übergeben werden, nachdem für die Schüler bereits am 15. September der Schulalltag begonnen hatte.

Nach fast vier Jahren Bauzeit konnte das „Lycée technique de Lallange“ (LTL) in Esch/Alzette am Freitag offiziell seiner Bestimmung übergeben werden, nachdem für die Schüler bereits am 15. September der Schulalltag begonnen hatte. Im Beisein zahlreicher Gäste weihten die Minister Mady Delvaux-Stehres und Claude Wiseler die neue Fotovoltaikanlage und damit gleichzeitig die Schule ein.

Damit gelang ein symbolischer Brückenschlag, war doch der Neubau des Lyzeums 2006 aus umwelttechnischen Gründen erfolgt, nachdem man von einem einfachen Umbau der bestehenden Infrastrukturen abgesehen hatte.

Wie Schuldirektor Claude Loesch gestern betonte, „kann es im beruflichen Leben eines Schulleiters nichts Schöneres geben, als in ein solches Schmuckstück ziehen zu dürfen.“ Nicht nur, dass sich das neue Gebäude optimal in seine angestammte Umgebung einfügt, es sei optisch ansprechend, funktionell und ökologisch ausgerichtet. Von 7e bis 13e können die Jugendlichen die gesamte Laufbahn des technischen Sekundarunterrichts in Lallingen absolvieren. Der Schulleiter sprach auch die wachsenden Aufgaben der Schule an, die als „melting pot“ der Gesellschaft von morgen prägend für die Schüler sei. Angesichts eines Ausländeranteils von 55 Prozent, – 36 Nationalitäten drücken im LTL gemeinsam die Schulbank –, müsse man sich stets neuen Herausforderungen stellen.

Investment von 100 Millionen Euro

Claude Wiseler, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, erläuterte kurz die eigentlichen Beweggründe für den Neubau der Schule, denen Gedanken der Nachhaltigkeit zugrunde liegen. Angesichts der Ausstattung und der Kosten von knapp 100 Millionen Euro, könne man sicherlich von Luxus sprechen; ein Konzept, das bei der Planung neuer Schulen in dieser Form wohl nicht mehr umgesetzt würde, doch angesichts des Ergebnisses des Escher Lyzeums zufrieden stelle.

Die bewusst einfache Architektur und der Einsatz natürlicher Ressourcen sei seiner Meinung nach auch Ausdruck der Pädagogik und der Philosophie, die am LTL groß geschrieben werde und den modernen Anforderungen entspricht. Vor allem die Sportinfrastrukturen suchen landesweit ihresgleichen und übertreffen sogar bei weitem die Übungsstätte, über die das hauptstädtische Sportlyzeum verfügt. Ein Schwimmbad mit verstellbarer Bodentiefe, zwei Hallen, ein Kraftraum sowie ein verspiegelter Tanzsaal wurden eingerichtet.

In den Außenanlagen befinden sich des Weiteren u. a. ein Fußballfeld und Multisportterrains. Der Unterricht wird in 53 Klassenzimmern erfolgen. Hinzu kommen zwölf Informatiksäle, fünf Ateliers für handwerklichen Unterricht und acht Laboratorien für naturwissenschaftliche Fächer. Den Schülern stehen des Weiteren ein Empfangsbereich, wo sie sich auch mit Imbissen versorgen können, sowie ein Schulrestaurant mit einem Fassungsvermögen von 450 Plätzen zur Verfügung.

Während der vergangenen Jahre, in denen nach den Plänen der Architekten A.M. Jacek Pawlowski und Jean-Claude Lutz gebaut wurde, waren die Schüler im Victor-Hugo-Gebäude und in der „Annexe Arbed“ in Schifflingen untergebracht. Auch Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres zeigte sich mit dem Endergebnis zufrieden und bedankte sich beim Lehrpersonal für dessen Geduld und Ausdauer während der Bauarbeiten. Sie hoffe, die Schüler werden hier jene Perspektiven finden, die sie brauchen, um später beruflich Fuß zu fassen.