Ein Jahr nach der Inbetriebnahme: Radarblitzer sind schon bezahlt
(TJ) - 845mal pro Tag lösen die 20 fixen und sechs mobilen Radargeräte entlang den Straßen Luxemburgs aus. Je nach gemessener Geschwindigkeit wird dem geblitzten Autofahrer ein Bußgeldbescheid in Höhe von 49, bzw. 145 Euro zugestellt.
Die Geräte wurden am 16. März 2016 in Betrieb genommen und spülten bis Ende des Jahres so die stolze Summe von 12,5 Millionen Euro in die Staatskasse. Dem gegenüber stehen Anschaffungskosten von 11,5 Millionen Euro. Damit übertrafen die Einnahmen in knapp zehn Monaten bereits die reinen Kosten für Kauf, Installation und Inbetriebnahme der Blitzer.
Wie Infrastruktur- und Transportminister Bausch in der Antwort auf eine parlamentarische Frage der Abgeordneten Josée Lorsché unterstreicht, kommen für 2016 250.000 Euro Kosten für Unterhalt, Datentransfer und Strom dazu. Zusätzlich habe man 1,5 Millionen für Druck und Zustellung der Verwarnungen ausgegeben. In diesem Betrag sind auch die Gehälter von 30 Beamten enthalten, die zum Betrieb des Systems benötigt werden.
Alles in allem stehen für das erste Jahr also Ausgaben von 13,25 Millionen Einnahmen von 12,5 Millionen Euro gegenüber, womit die Geräte nach neuneinhalb Monaten schon fast komplett bezahlt waren. Ab 2017 dürften die Geräte sich also für den Staat als munter sprudelnde Geldquelle erweisen.
Minister Bausch warnt allerdings davor, die Rechnung allzu simplistisch zu sehen, schlussendlich gehe es in diesem Zusammenhang vorrangig um Fragen der Sicherheit. Der Minister hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt angegeben, weniger erfreut über die Einnahmen zu sein, als über die Effizienz mit der die Geräte die Autofahrer zu mehr Vernunft am Steuer bringen können.
