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Ein Jahr nach dem Waldbrand im Norden gibt es keinen Hinweis auf Brandstiftung
Lokales 6 03.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Ein Jahr nach dem Waldbrand im Norden gibt es keinen Hinweis auf Brandstiftung

Lokales 6 03.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Ein Jahr nach dem Waldbrand im Norden gibt es keinen Hinweis auf Brandstiftung

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Vor einem Jahr wüteten Flammen in einem Waldstück bei Schlindermanderscheid. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden inzwischen eingestellt.

Langsam erobert die Natur den Hang zurück. Doch die Spuren des Feuers sind auch noch ein Jahr später deutlich erkennbar. Denn zwischen Schlindermanderscheid und Consthum wüteten am 3. August 2018 die Flammen und fraßen sich durch zehn Hektar Wald.

Die Natur erobert sich das Gebiet langsam wieder zurück.
Die Natur erobert sich das Gebiet langsam wieder zurück.
Foto: Armand Wagner

Die Löscharbeiten gestalten sich an jenem Freitag als schwierig. Das Areal ist groß und unübersichtlich, viele Brandherde können nur zu Fuß erreicht werden. Aber auch die hohen Temperaturen machen den etwa 150 Einsatzkräften vor Ort schwer zu schaffen. Durch die Nacht kämpfen sie gegen die Flammen, bis dass der Brand am Samstagmorgen schließlich gelöscht ist.

Am Ende hinterlässt das Feuer verkohlte Baumstümpfe, abgebrannte Äste, einen aschgrauem Boden – und die Frage nach der Brandursache.

Suche nach Brandbeschleuniger

Sie wird allerdings wahrscheinlich nie ganz beantwortet werden. In den Monaten nach dem Brand ermittelte die Staatsanwaltschaft Diekirch wegen mutmaßlicher Brandstiftung. Hinweise auf eine Straftat wie Brandbeschleuniger gab es aber nicht, sodass die Ermittlungen schließlich eingestellt wurden.

Was das Feuer nun ausgelöst hat, bleibt somit Gegenstand von Spekulationen. Zum Brandzeitpunkt hatte allerdings eine extreme Dürre das Großherzogtum im Griff. Unter solchen Bedingungen reicht bereits ein kleiner Funken, etwa durch einen unachtsam weggeworfenen Zigarettenstummel, um ein Feuer zu entfachen.



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