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Die Ungewissheit bleibt
Lokales 10.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Ein Jahr nach dem Tod von Enzo

Die Ungewissheit bleibt

Zweimal hatten sich die Eltern mit ihrem Sohn in die Notaufnahme des CHEM begeben.
Ein Jahr nach dem Tod von Enzo

Die Ungewissheit bleibt

Zweimal hatten sich die Eltern mit ihrem Sohn in die Notaufnahme des CHEM begeben.
Foto: Lex Kleren
Lokales 10.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Ein Jahr nach dem Tod von Enzo

Die Ungewissheit bleibt

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Vor einem Jahr starb der viereinhalbjährige Enzo in der Kannerklinik. Für die Familie des kleinen Jungen bleiben nach wie vor viele Fragen unbeantwortet. Die juristischen Ermittlungen dauern unterdessen weiter an.

(SH) - Vor einem Jahr starb der viereinhalbjährige Enzo in der Kannerklinik. Der Tod des kleinen Jungen hatte damals für viel Aufsehen gesorgt. Die Familie stellte sich eine ganze Reihe von Fragen. Darunter jene, wie es möglich sein konnte, dass ihr Sohn starb und ob alles Notwendige unternommen wurde. Auf viele der Antworten warten die Angehörigen jedoch weiterhin.

Die Justiz ermittelt derzeit gegen unbekannt. In einer ersten Phase wurden im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen Dokumente, darunter das medizinische Dossier, sichergestellt. Da diese Prozedur recht aufwendig war, nahm sie viel Zeit in Anspruch.

Anschließend wurde das Nationale Gesundheitslaboratorium damit befasst, ein Gutachten zu erstellen. Dieses müsste in naher Zukunft vorliegen. Wie Justizsprecher Henri Eippers jedoch erklärt, sei damit zu rechnen, dass es in diesem komplexen Fall zu einer weiteren rechtsmedizinischen Expertise kommen wird. Wann diese abgeschlossen sein wird, ist offen.

Erinnerungsmesse am Sonntag

Der kleine Junge hatte bereits ein paar Tage vor seinem Tod über heftige Bauchschmerzen, begleitet von Erbrechen, geklagt. Zweimal hatten sich seine Eltern daraufhin mit ihm in die Notaufnahme des CHEM in Esch/Alzette begeben. Zweimal wurden sie wieder nach Hause geschickt. Da sich der Zustand ihres Sohnes jedoch weiterhin nicht verbesserte, brachten sie ihn in die Notaufnahme der Kannerklinik. Hier stellte der behandelnde Arzt am 10. Februar 2017 den kompletten Stillstand jeglicher Darmaktivität fest. Um 8 Uhr des folgenden Tages sollte der Mediziner entscheiden, was weiter unternommen werden soll. Enzo erlebte dies jedoch nicht mehr. Der kleine Junge verstarb am Morgen des 11. Februar.

Wie die Gesundheitsministerin Lydia Mutsch der Familie zusicherte, soll ab dem 1. März dieses Jahres die pädiatrische Betreuung in der Notaufnahme verstärkt werden. Ein Umstand, den die Eltern des Kindes begrüßen – „in der Hoffnung, dass sich ein solches Drama nicht wiederholen wird“.

Wie die Familie des kleinen Enzo weiter mitteilt, findet am Sonntag, um 9.30 Uhr, in der Kirche in Bettemburg eine Messe in Erinnerung an den Jungen statt.

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