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Ein Blick auf Luxemburgs Wasserreservoirs: Hoch, höher, am höchsten
Lokales 14 2 Min. 06.09.2014

Ein Blick auf Luxemburgs Wasserreservoirs: Hoch, höher, am höchsten

Knapp 600 Exemplare gibt es hierzulande, 562 sind aktuell in Betrieb. Die meisten davon sind mit Erde bedeckt, lediglich um die 40 ragen in die Höhe. Die Rede ist von Luxemburgs Wasserreservoirs – den Türmen, die zunehmend wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur die Blicke auf sich ziehen, aber auch den Erdbehältern, die zwar die gleiche Aufgabe erfüllen, aber dennoch oft vergessen werden.

Knapp 600 Exemplare gibt es hierzulande, 562 sind aktuell in Betrieb. Die meisten davon sind mit Erde bedeckt. Lediglich um die 40 ragen in die Höhe; zusammen mit jenen, die inzwischen stillgelegt wurden, dürften es etwa 60 sein. Die Rede ist von Luxemburgs Wasserreservoirs – den Türmen, die zunehmend wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur die Blicke auf sich ziehen, aber auch den Erdbehältern, die zwar die gleiche Aufgabe erfüllen, aber dennoch oft vergessen werden.

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Erdbehälter oder Wasserturm?

In erster Linie kommen einem bei den Wasserreservoirs die Wassertürme in den Sinn, die aufgrund ihrer oftmals spektakulären Bauweise ins Auge springen und als Erkennungsmerkmal einer Ortschaft oder Gemeinde fungieren. Doch sind Wassertürme eigentlich die Exoten unter unseren Reservoirs: „Wir haben viel mehr Erdbehälter im Land als Türme“, erklärt Brigitte Lambert vom Wasserwirtschaftsamt. Dies in Zahlen auszudrücken sei äußerst schwierig, da die Behälter in der offiziellen Datenbank nicht nach ihrer jeweiligen Form erfasst sind.

Worin liegt denn der Unterschied?

Ob Erdbehälter oder Turm: Die Funktionsweise sei identisch, erklärt Brigitte Lambert. Der einzige Grund, statt einem Erdbehälter einen Turm zu errichten, liege beim Wasserdruck – wobei auch die Möglichkeit bestehe, einen Erdreservoir mit einem Druckerhöhungsbehälter auszustatten. „Der Vorteil beim Wasserturm besteht darin, dass er unabhängig vom Strom funktioniert. Das Volumen steht immer zur Verfügung – auch bei einem Stromausfall“, unterstreicht Lambert. Da Erdbehälter jedoch die bei weitem kostengünstigere Variante darstellen und über ein höheres Fassungsvermögen verfügen können, würde diese Bauweise – sofern es denn möglich ist – bevorzugt.

Wo hoch ist der höchste Wasserturm? Und wo steht er?

Luxemburgs aktuell höchster Wasserturm (Höhe der Konstruktion) steht in Leudelingen und ist 58 Meter hoch. Platz zwei geht aktuell an den ganz neuen Turm in Berdorf (55 Meter), gefolgt von dem Neubau in Käerjeng (44 Meter). Dieses "Ranking" wird jedoch in Bälde wieder auf den Kopf gestellt: Im Ban de Gasperich ist ein 60-Meter-Turm geplant.

Wie lange kann das Wasser in einem Reservoir aufbewahrt werden?

Bevor das Wasser aus unseren Leitungen fließt, legt es in der Regel bekanntlich einen Zwischenstopp in einem der 562 Wasserbehälter, die aktuell quer durch das Großherzogtum in Betrieb sind, ein. Maximal drei Tage lang wird es darin aufgewahrt, erklärt Brigitte Lambert vom Wasserwirtschaftsamt, ansonsten könnte es zu Verkeimungen kommen.

Und wieviel Liter Wasser verbraucht ein Bürger durchschnittlich pro Tag?

Jeden Tag verbrauchen wir laut Wasserwirtschaftsamt im Schnitt 136 Liter Trinkwasser. In einem Jahr kommen somit um die 50 000 Liter zusammen, was einem Volumen von 50 Kubikmeter entspricht. Allein bei der Betätigung der Klospülung fließen bis zu zwölf Liter. Lässt man sich ein heißes Bad ein, kommen 150 bis 200 Liter zusammen, beim etwas sparsameren Duschen sind es immerhin 60 bis 80 Liter.


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