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Eiche stürzt im Trierer Weißhauswald um - Kind schwer verletzt
Lokales 02.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Eiche stürzt im Trierer Weißhauswald um - Kind schwer verletzt

Die Eiche stand im Wildschweingehege und stürzte unvermittelt auf den Weg davor.

Eiche stürzt im Trierer Weißhauswald um - Kind schwer verletzt

Die Eiche stand im Wildschweingehege und stürzte unvermittelt auf den Weg davor.
Foto: Agentur Siko
Lokales 02.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Eiche stürzt im Trierer Weißhauswald um - Kind schwer verletzt

An einem beliebten Trierer Ausflugsziel stürzt eine Eiche unvermittelt auf einen Gehweg. Ein Mädchen wird von dem Baum getroffen und schwer verletzt. Rund 15 Zeugen erleiden einen Schock.

(siko/tom) - Im Trierer Weißhauswald ist am Dienstagnachmittag eine entwurzelte Eiche umgestürzt. Dabei wurde ein Kind schwer verletzt. Nach ersten Informationen kam es gegen 17 Uhr zu dem Unglück am Wildschweingehege. Ein großer Baum wurde dort entwurzelt und stürzte aus bisher ungeklärter Ursache um. Nach Angaben der Kriminalpolizei wurde ein Mädchen von dem Baum getroffen und in ein Trierer Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich, so die Trierer Staatsanwaltchaft in einem Communiqué am Mittwoch.

Das Wildtiergehege im Weißhauswald ist ein beliebtes Ausflugsziel am Stadtrand von Trier in der Nähe der Fachhochschule. Der kleine Park mit Spielplatz war am Feiertag von vielen Besuchern frequentiert. Entsprechend wurden etliche Menschen Zeuge des Unglücks. Bis zu 15 Personen mussten medizinisch und notfallseelsorgerisch betreut werden. 


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Der Baum, der innerhalb des Wildschweingeheges stand, fiel zudem auf eine Telefonleitung. Im Einsatz waren die Polizeiinspektion und die Kriminalpolizei Trier, die Berufsfeuerwehr Wache eins und zwei sowie das DRK mit Zahlreichen Helfern, drei Notärzten sowie die Notfallnachsorge.  

Die Hintergründe des Sturzes sind bislang noch völlig unklar - möglich ist, dass Wildschweine die Wurzel angegraben haben, aber auch der jüngste Sturm könnte Einfluss auf die Standsicherheit des Baumes gehabt haben. Der "Trierische Volksfreund" zitiert den Trierer Feuerwehrdezernenten Thomas Schmitt, der sich bereits kurz nach dem Unglück vor Ort ein Bild der Lage machte:  "Man kann jetzt über alle möglichen Ursachen spekulieren. Wir wissen nur, dass hier regelmäßig kontrolliert wurde, aber was genau den Baum zum Umfallen gebracht hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen."

Zur Klärung der Ursache des Baumsturzes wird die Staatsanwaltschaft Trier einen Sachverständigen beauftragen. Auf der Grundlage des Gutachtens wird auch geprüft werden, ob es Anhaltspunkte für eine eventuelle strafrechtliche Verantwortlichkeit gibt.  

Es ist nicht das erste Unglück dieser Art in Trier: Im November 2012 stürzte eine 80 Jahre alte Kastanie am Rand der Trierer Fußgängerzone um und erschlug eine Fußgängerin. Das löste eine anhaltende Debatte über die Sicherheit der Bäume in Triers öffentlichem Raum und die Zuständigkeiten auf Seiten der Stadtverwaltung aus. Im August 2015 fiel im Nells Park in Trier Nord ein rund 300 Kilogramm schwerer Ast eines Ahornbaums auf eine Parkbank, von der nur kurz zuvor ein Spaziergänger aufgestanden war. 


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