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Ehemaliger Pfarrer vor Gericht: Anklage fordert sieben Jahre
Lokales 22.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Ehemaliger Pfarrer vor Gericht: Anklage fordert sieben Jahre

Ehemaliger Pfarrer vor Gericht: Anklage fordert sieben Jahre

Foto: LW-Archiv/Marc Wilwert
Lokales 22.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Ehemaliger Pfarrer vor Gericht: Anklage fordert sieben Jahre

Michel THIEL
Michel THIEL
Die Anklagevertreterin im Prozess gegen den ehemaligen Pfarrer aus Belair, der 2008 einen Jugendlichen vergewaltigt haben soll, forderte am Dienstag eine Haftstrafe von sieben Jahren.

(mth) - Im Gerichtsprozess um den ehemaligen Pfarrer aus Belair, der wegen der Vergewaltigung eines Jugendlichen im Jahr 2008 angeklagt ist, forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft am Dienstag eine siebenjährige Haftstrafe. Gegen einen möglichen Strafaufschub unter Auflagen wolle sie sich allerdings nicht widersetzen, da der Angeklagte noch nicht vorbestraft sei.

Die Anklagevertreterin sah es als erwiesen an, dass Emile A. während einer Reise im November 2008 in Taizé (F) einen damals 14-jährigen Schutzbefohlenen vergewaltigt habe, indem er passiven Oralsex von diesem empfangen habe - ein Umstand, den der Angeklagte während des Verfahrens zeitweise abgestritten, aber vor Gericht schließlich zugegeben hatte.

Die zur Klärung der Schuldfrage nötige Frage, ob das Opfer unter Zwang oder freiwillig gehandelt habe, sah die Anklage ebenfalls als beantwortet an. Das Opfer habe aufgrund seines Alters, den Umständen der Tat sowie seines zurückhaltenden Charakters keine Möglichkeit gehabt, sich gegen den Angeklagten zur Wehr zu setzen.

Es sei zudem aus Sicht der Staatsanwaltschaft erweisen, dass der Angeklagte seine Position als Vertrauens- und Autoritätsperson missbraucht und versucht habe, das Opfer zu beeinflussen, zu manipulieren und einzuschüchtern.

Während der Verteidiger des Angeklagten, Me Gaston Vogel das Gericht bat, im Zweifel für diesen zu urteilen und einen Freispruch forderte, verlangte der Verteidiger des Opfers eine Wiedergutmachungssumme von 15000 Euro. Das Urteil wird am 20. Dezember gesprochen.


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