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Echternach: Busbahnhof zieht auf die "Roam" um
Das Graffiti in Pink zeigt unmissverständlich: Hier auf der Gare fahren keine Busse mehr ab.

Echternach: Busbahnhof zieht auf die "Roam" um

Foto: Viktor Wittal
Das Graffiti in Pink zeigt unmissverständlich: Hier auf der Gare fahren keine Busse mehr ab.
Lokales 20.09.2018

Echternach: Busbahnhof zieht auf die "Roam" um

Fahrgäste in Echternach müssen sich umgewöhnen: Von der Gare fahren keine Busse mehr ab. Für viele liegt der neue Knotenpunkt im Ortsteil Bréil günstiger.

Ein Umzugswagen in leuchtendem Pink weist die Fahrgäste in Echternach darauf hin, dass der Busbahnhof nicht mehr an der gewohnten Stelle liegt. An der Gare, wo demnächst ein Schulcampus entsteht, herrscht seit Montag Ruhe, denn der Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs befindet sich jetzt im Stadtviertel Bréil, unmittelbar neben dem Cactus. Dort wurden mit einfachen Mitteln provisorische Bussteige angelegt.

Neben dem auffälligen Graffiti des Künstlers Till Heim und Transparenten hat der Verkéiersverbond die Echternacher mit Faltblättern über den Umzug informiert. Im Gemeinderat wurde dennoch Kritik laut. Ratsmitglieder sagten, man hätte die Bevölkerung noch umfassender in Kenntnis setzen können.

Nach Auskunft des Verkéiersverbond klappte der Umzug gut, abgesehen von kleinen Startschwierigkeiten. „Zum Beispiel waren die Ticketautomaten noch ohne Strom, das wird aber schnell behoben“, sagte Sprecher Sven Mühlen.

Dass die Busse jetzt nicht mehr auf der Gare, sondern auf dem einstigen Parkplatz „Roam“ halten, sieht Bürgermeister Yves Wengler als großen Vorteil für die Bürger. „Die Haltestelle liegt jetzt näher am Zentrum, dadurch werden die Wege kürzer“, sagte er gegenüber dem LW.

Um die weggefallenen Stellplätze zu kompensieren, will die Stadt Echternach eine öffentliche Tiefgarage bauen. Auf deren Oberseite wird dann ebenerdig ein definitiver Busbahnhof gebaut. Derzeit ist die Gemeinde dabei, Grundstücke im Umfeld zu kaufen.

Wirbel um Fahrpläne

Viel Wirbel gab es um die Änderung der Busfahrpläne. Der CSV-Abgeordnete Léon Gloden sprach von „Desorganisation“ und kritisierte, dass manche Schüler des Echternacher Lycée nicht mehr rechtzeitig zum Unterricht kämen. Vom Verkéiersverbond heißt es dazu, dass die Fahrplanänderungen nur minimal seien und sich auf Verschiebungen um eine oder zwei Minuten beschränken. „Es kann lediglich sein, dass die Kinder von der neuen Haltestelle aus etwas weiter zur Schule laufen müssen“, sagte Mühlen. Bei Problemen könnten die Fahrpläne noch angepasst werden.

Zudem wurden drei neue Linien eingeführt, von Echternach zum Lycée in Junglinster (473), Manternach-Echternach und zurück (481) und Grevenmacher-Echternach (492).