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E-commissariat: Virtuelle Polizeidienststelle mehr als 2.000 Mal genutzt
Lokales 2 Min. 23.04.2019 Aus unserem online-Archiv

E-commissariat: Virtuelle Polizeidienststelle mehr als 2.000 Mal genutzt

Seit seiner Einführung wurden die Funktionen des virtuellen Kommissariats ausgebaut.

E-commissariat: Virtuelle Polizeidienststelle mehr als 2.000 Mal genutzt

Seit seiner Einführung wurden die Funktionen des virtuellen Kommissariats ausgebaut.
Foto: Pierre Matge / LW-Archiv
Lokales 2 Min. 23.04.2019 Aus unserem online-Archiv

E-commissariat: Virtuelle Polizeidienststelle mehr als 2.000 Mal genutzt

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Seit rund 10 Monaten ist das virtuelle Kommissariat der Polizei im Einsatz. Seitdem haben viele Bürger den Dienst bereits genutzt. Ene vorläufige Bilanz.

Per Mausklick in die Polizeidienststelle: Das verspricht das E-commissariat der Polizei. Zahlreiche Bürger haben die Dienste des virtuellen Kommissariats bereits genutzt. Seit seiner Einführung vor etwa zehn Monaten sind über 2.000 Meldungen auf diesem Weg eingegangen.

Rund die Hälfte von ihnen betreffen einfache Diebstähle, bei denen eine unbekannte Person etwa eine Geldbörse, Schmuck oder ein Fahrrad entwendet hat. Alleine im vergangenen Jahr wurden den Polizeistatistiken zufolge mehr als 10.000 solcher Straftaten begangen – 587 Anzeigen gingen in diesem Zeitraum über das E-commissariat ein. In 5,6 Prozent der Fälle nutzten die Betroffenen demnach den Onlinedienst.


Durch die Existenz einer Plattform wie dem e-commissariat sollen in Zukunft die Mitarbeiter in den lokalen 
Polizeistationen entlastet werden.
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Administrative Prozeduren vereinfachen und den Service an Kunden verbessern – dafür soll das neue e-commissariat der Luxemburger Polizei sorgen.

Die Bürger können auch auf den Dienst zurückgreifen, um verlorene Objekte zu melden. Dies war bislang 809 Mal der Fall. Ferner können auch Schadenserklärungen sowie Wildunfälle im Straßenverkehr online hinterlegt werden. Allerdings nur wenn kein Personen- oder Fremdschaden entstanden ist. 270 Mal griffen Bürger auf diese Möglichkeit zurück.

Um allerdings keine Anzeige wegen Fahrerflucht zu riskieren, ist es bei diesen Erklärungen wichtig, die Beschädigung eines Gegenstands zuerst bei der Polizei zu melden. Die entsprechende Schadenserklärung kann dann anschließend über das Internet eingereicht werden.

Seit seiner Einführung wurden die Funktionen des virtuellen Kommissariats ausgebaut. So ist es seit vergangenem Dezember möglich, der Polizei eine längere Abwesenheit während eines Urlaubs zu melden. 485 Personen haben von dieser Funktion bereits Gebrauch gemacht. Die gemeldeten Adressen werden dann von der Polizei im Streifenplan aufgenommen.

Vorläufige Bilanz

„Jede Meldung, die über das E-commissariat reinkommt, ist eine Entlastung für die Polizeibeamten“, sagt eine Sprecherin der Polizei. So sei man denn auch bislang mit der Einführung des Dienstes zufrieden.

Denn sowohl die Bürger als auch die Polizeibeamten würden von der Vereinfachung der administrativen Abläufe profitieren. Nach einem Jahr Laufzeit soll nun eine detaillierte Bilanz gezogen werden, so die Sprecherin weiter. Dann soll durch Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft geprüft werden, ob und wie die Funktionen des Polizeikommissariats weiter ausgebaut werden können.


Reportage neit Police-Gebei - Verluerekascht - Rue Marie et Pierre Curie - Photo : Pierre Matge
Erste Anzeigen im virtuellen Polizeikommissariat
Das e-commissariat soll den Bürgern bei bestimmten Anliegen den Gang zu Polizeistation ersparen. Die Polizei zeigt sich einige Wochen nach dem Start der Online-Plattform zufrieden.

Betroffene können das Kommissariat über die Internetseite der Polizei, über Guichet.lu oder über die Handy-App Police.lu aufrufen. Um Anzeige zu erstatten, müssen sie sich über Luxtrust identifizieren – etwa mit dem Personalausweis oder einem Token.

Die Meldungen werden von Beamten ausgewertet und an die entsprechenden Dienststellen weitergeleitet. Sie arbeiten allerdings nur zu Bürozeiten. Demnach ist das virtuelle Polizeikommissariat nicht für das Aufgeben von dringenden Anzeigen gedacht. Für Notfälle soll weiterhin der Polizeinotruf 113 kontaktiert werden. Menschen, die über keinen Internetzugang verfügen, können sich natürlich weiterhin auf dem herkömmlichen Weg mit der Polizei in Verbindung setzen.

Mehr Informationen finden Sie im Internet:
www.guichet.lu
www.police.lu
 


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