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E-Bike-Flotte von Vël'Ok wird ausgebaut
Lokales 4 2 Min. 15.01.2020 Aus unserem online-Archiv

E-Bike-Flotte von Vël'Ok wird ausgebaut

In den kommenden Tagen und Wochen werden immer mehr der neuen Elektrofahrräder an den Stationen zu finden sein.

E-Bike-Flotte von Vël'Ok wird ausgebaut

In den kommenden Tagen und Wochen werden immer mehr der neuen Elektrofahrräder an den Stationen zu finden sein.
Foto: Guy Jallay
Lokales 4 2 Min. 15.01.2020 Aus unserem online-Archiv

E-Bike-Flotte von Vël'Ok wird ausgebaut

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
200 neue Elektrofahrräder werden in den kommenden Wochen nach und nach an den Verleihstationen in acht Gemeinden im Süden des Landes zu finden sein. Weiterer Nachschub ist geplant.

Die Strecke von Esch nach Düdelingen, den Berg hoch, auf einem Fahrrad würde Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) nicht schaffen, scherzt Georges Mischo (CSV), Bürgermeister von Esch. Der Minister wehrt sich jedoch und sagt, das würde er sehr wohl hinbekommen. „Ja, mit dem neuen Elektrobike der Gemeinde Esch“, merkt Georges Mischo neckend, aber dennoch werbewirksam, an. 

Anlass des lockeren Diskurses zwischen den beiden war eine Pressekonferenz am Mittwoch zur Vorstellung der neuen Elektrofahrräder für das Verleihsystem Vël'Ok.

200 solcher Fahrräder der neuen Generation hatten die Stadt Esch an Weihnachten erreicht. Diese müssen nun noch mit einem Ortungssystem (GPS) ausgerüstet werden und werden dann nach und nach in der Stadt sowie in den Partnergemeinden Differdingen, Sassenheim, Monnerich, Schifflingen, Bettemburg, Kayl, Rümelingen und Düdelingen verteilt werden. Bei einer zweiten Bestellung sollen noch einmal 120 Fahrräder nachkommen.

Besonderheiten des neuen Fahrrades sind, dass die Batterie sich unter dem Sitz befindet und dadurch ein besseres Fahrverhalten des Zweirads garantiert ist. Am Lenker wird darüber hinaus der Batteriestand angezeigt und das Hinterrad ist nicht mehr anfällig für Platten, da sich darin kein Schlauch befindet. Die Fahrräder haben bei vollem Batteriestand eine Autonomie von 55 Kilometern.

Ein langer Weg bis zur Elektromobilität

„Die erste Umsetzung eines Fahrradverleihsystems in Esch war im Jahr 2004“, erläutert Fritz Remackel, Präsident des CIGL Esch. Die geschah besonders auf Drängen des damaligen Escher Schöffen Félix Braz (Déi Gréng), weswegen die Verantwortlichen ihm ihren Dank aussprachen. Elf Jahre später wurde dann aus dem lokalen Verleihsystem schließlich ein regionales, indem auch andere Südgemeinden bei dem Projekt mitmachten. Und auch die ersten Elektrofahrräder wurden damals eingeführt.


Der 24-jährige Sébastien Cayotte aus Esch hat in den kommenden 
Jahren noch Großes vor. Nach seiner Reise mit einem Vël'OK 
nach Rom plant er bereits sein nächstes Abenteuer.
Mit dem Vël'OK von Esch nach Rom
Sébastien Cayotte fährt mit einem Mietfahrrad von seiner Heimatstadt aus nach Italien und hilft dabei kleinen, krebskranken Patienten.

Mittlerweile gibt es 462 Elektrofahrräder an 103 Stationen in acht Gemeinden. 125.000 Nutzungen pro Jahr wurden 2019 gezählt, mit einem Rekord von 16.000 Ausleihen im September, was mehr als 500 am Tag sind. Ende 2019 waren 6.127 Personen für die Nutzung der Fahrräder registriert. Das neue Fahrradmodell soll der Initiative nun noch einmal einen Schub verleihen und somit die sanfte Mobilität im Süden des Landes weiter fördern.


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