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Düdelinger Autobahn: A3: Dreispurig ab 2023
Lokales 2 Min. 07.04.2017

Düdelinger Autobahn: A3: Dreispurig ab 2023

Bei der Aire de Berchem besteht aktuell eine Sicherheitslücke, sagen die "Ponts et chaussées". Dies soll mit dem Ausbau verbessert werden.

Düdelinger Autobahn: A3: Dreispurig ab 2023

Bei der Aire de Berchem besteht aktuell eine Sicherheitslücke, sagen die "Ponts et chaussées". Dies soll mit dem Ausbau verbessert werden.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 07.04.2017

Düdelinger Autobahn: A3: Dreispurig ab 2023

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Die Düdelinger Autobahn wird von zwei auf drei Fahrspuren erweitert. Während der Baustelle sollen zwei Fahrspuren befahrbar bleiben - die Geschwindigkeit wird aber reduziert. Insgesamt sollen die Arbeiten ab 2018 fünf Jahre in Anspruch nehmen.

(DL) - Die Düdelinger Autobahn A3 wird in den kommenden Jahren von 24 auf 32,5 Meter verbreitert – und damit von zwei auf drei Fahrspuren plus Standstreifen ausgebaut. Der entsprechende Gesetzesentwurf war am Mittwoch vom Ministerrat gebilligt worden. Am Freitag stellten Infrastrukturminister François Bausch und Roland Fox, beigeordneter Direktor der Straßenbauverwaltung, die Details vor.

Betroffen ist demnach die komplette Strecke zwischen dem Gaspericher Kreuz und der französischen Grenze. Parallel zu dem Ausbau auf drei Spuren werden der Verteiler von Liwingen sowie das Bettemburger Kreuz komplett umgebaut. Der Liwinger Viadukt wird indes verbreitert. Außerdem wird die Anbindung an die stark frequentierte Aire de Berchem sicherer gestaltet.

Der Ausbau geschieht laut François Bausch in erster Linie im Hinblick auf das Projekt CFL Multimodal. Besagte Containerumladeplattform befindet sich unweit der großen Logistikhallen des „Eurohub Sud“. Indem nun also Direktanschlüsse, auch zu den dortigen Industriezonen Riedchen und Krakelshaff, an die Autobahn geschaffen werden, soll eine Entlastung der Verkehrssituation in Bettemburg und Düdelingen erreicht werden. Bei Bettemburg sollen zudem ein Park&Ride-Platz und eventuell ein Rastparkplatz für Lastwagen am Rande der Autobahn entstehen. Damit könnte auch der Park&Ride Süd in Howald entlastet werden.

Ortschaften sollen entlastet werden

Durch den Ausbau sollen aber natürlich auch die Kapazitäten der A3 erweitert werden – damit die gut 90.000 Fahrzeuge, die hier an Spitzentagen unterwegs sind, bestmöglich evakuiert werden können. Davon sollen auch die umliegenden Ortschaften profitieren, indem der Verkehr von den gerne genutzten Schleichwegen auf die Autobahn verlagert wird.

François Bausch betonte, dass es demnach nicht – wie von manchen fälschlicherweise angenommen – Sinn und Zweck des Ausbaus sei, das Stauproblem auf der A3 in den Spitzenstunden zu lösen: „Die Probleme treten auf, wenn die Menschen von der Autobahn abfahren – und dieses Problem wird hiermit nicht gelöst.“ Die dritte Spur könnte aber insofern etwas bringen, als dass man – wenn die Autobahn A31 auch auf französischer Seite, bis nach Thionville, auf drei Spuren ausgebaut werden würde - die dritte Fahrspur zu Spitzenstunden für Busse und Fahrgemeinschaften reservieren könnte. Mit den französischen Behörden führe man diesbezügliche Gespräche.

Lärmschutz- und Kompensierungsmaßnahmen

Ferner sollen das Radwegenetz zwischen Bettemburg und Peppingen komplettiert sowie ein Fahrradweg zwischen Liwingen und Peppingen geschaffen werden, die blaue „Passerelle Altenhofen“ wird derweil erneuert. Schließlich gehören diverse Lärmschutzmaßnahmen bei Berchem, Liwingen und Bettemburg sowie Kompensierungsmaßnahmen zum Gesamtprojekt.

Unter anderem werden zwei neue Wildbrücken errichtet, dies beim Waldgebiet „Fennerholz“ sowie zwischen dem Verteiler Düdelingen-Zentrum und der französischen Grenze (Daerebësch).

Zwei Spuren bleiben offen, Geschwindigkeit wird begrenzt

Wie Roland Fox erläuterte, werden die Arbeiten in fünf Phasen durchgeführt. Angefangen wird mit dem Streckenabschnitt zwischen dem Gaspericher Kreuz und der Aire de Berchem – wo laut Fox aktuell eine Sicherheitslücke besteht, insbesondere Richtung Frankreich. Richtung Luxemburg-Stadt ist die A3 in Höhe der Raststätte schon heute dreispurig.

Die wohl umfangreichsten Arbeiten betreffen aber die Umgestaltung des Bettemburger Kreuzes. Während der Arbeiten soll der Verkehr weiterhin auf zwei Spuren fließen, was dank der bestehenden Standstreifen möglich ist. Die Geschwindigkeit wird dennoch auf den betroffenen Streckenabschnitten begrenzt werden müssen. Insgesamt sollen die Arbeiten fünf Jahre in Anspruch nehmen. Sie sollen im Laufe des Jahres 2018, spätestens im Herbst, anlaufen. Der Kostenpunkt liegt bei 356 Millionen Euro.


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