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Drohnen-Piloten brauchen einen Führerschein
Lokales 16.03.2021

Drohnen-Piloten brauchen einen Führerschein

Der Blickkontakt mit dem Fluggerät sollte stets gewährt sein.

Drohnen-Piloten brauchen einen Führerschein

Der Blickkontakt mit dem Fluggerät sollte stets gewährt sein.
Foto: dpa-tmn
Lokales 16.03.2021

Drohnen-Piloten brauchen einen Führerschein

Frank WEYRICH
Frank WEYRICH
Wer künftig eine Drohne bedienen will, muss bestimmte Bedingungen erfüllen. So soll die Sicherheit im Luftraum und am Boden gewährt werden.

Drohnen oder unbemannte Flugsysteme, wie sie im Fachjargon genannt werden, haben in den vergangenen Jahren einen echten Boom erlebt und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Da die Nutzung aber verschiedene Risiken birgt, haben sich die europäischen Staaten auf gemeinsame Richtlinien geeinigt. Wie Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) nun erklärte, sind diese in Luxemburg seit Anfang dieses Jahres in Kraft.

Sicherheit gewähren

Hauptaugenmerk ist es, die Risiken, die vom Betrieb einer Drohne ausgehen können, möglichst gering zu halten. Neben der Sicherheit der bemannten Fliegerei steht dabei auch die Sicherheit der Menschen am Boden ganz oben auf der Prioritätenliste. Auch der Schutz der Privatsphäre des Einzelnen darf durch den Betrieb von Drohnen nicht beeinträchtigt werden. Und es gilt, den Überflug von sensiblen Anlagen zu vermeiden.


Drone mit Fahne / Fussball, UEFA Europa League, Gruppe A, 2. Speiltag, Saison 2019-2020 / 03.10.2019 / F91 Düdelingen - Qarabag Agdam / Stade Josy Barthel / Foto: Yann Hellers
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Wenn die professionelle oder offizielle Nutzung der Drohnen bereits festgelegten Regeln entspricht, so wurde nun auch ein Rahmen für die privaten Betreiber geschaffen. Um sein unbemanntes Fluggerät in dieser sogenannten Open-Kategorie starten lassen zu dürfen, müssen in Zukunft verschiedene Bedingungen erfüllt werden.

So muss man sich zunächst bei der Direction de l'aviation civile (DAC) einschreiben. Diese Einschreibung kann über MyGuichet.lu erfolgen und muss jährlich erneuert werden. Als nächster Schritt steht eine Online-Schulung auf dem Programm. Diese wurde zusammen mit der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol erarbeitet und soll eineinhalb Stunden in Anspruch nehmen. Besteht der angehende Drohnenpilot die darauffolgende Abschlussprüfung, steht dem Flugvergnügen nichts mehr im Weg. Eine erfolgreiche Prüfung bleibt dann für fünf Jahre gültig.

Die Kampagne "Fly it Safe" richtet sich an die Betreiber von Drohnen.
Die Kampagne "Fly it Safe" richtet sich an die Betreiber von Drohnen.
Foto: Frank Weyrich

Diverse Flugverbote

In Zusammenarbeit mit dem Katasteramt wurde zudem eine Karte entwickelt, auf der die Gebiete vermerkt sind, in denen ein Flug verboten ist. Es ist die Pflicht eines jeden, sich auf dieser Karte zu informieren, ob sein beabsichtigtes Gebiet von Einschränkungen betroffen ist, bevor er seine Drohne steigen lässt. Allgemeingültige Regeln besagen, dass man jederzeit Blickkontakt mit seiner Drohne halten muss, dass keine Menschenansammlungen überflogen werden dürfen und dass die maximale Flughöhe auf 120 Meter über Grund beschränkt ist. Dass die Drohne sich zu jeder Zeit von bemannten Flugzeugen fernzuhalten hat, versteht sich von selbst.

Um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, wird während drei Monaten eine Informationskampagne gestartet, bei der die wichtigsten Punkte hervorgestrichen werden. 

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