Drogenfund in Findel

20 Millionen Euro in Form von Rauschgift

Foto: Paul Hinger

(LW) - Im Dezember 2014 haben Zollbeamte in Findel einen der größten Aufgriffe Europas im Kampf gegen den Drogenhandel am Frachtflughafen "Cargozenter" gemacht.  

Der luxemburgische Frachtflughafen ist in der Logistikbranche eine der wichtigsten Drehscheiben Europas.Täglich werden hier unter anderem auch Chemikalien kontrolliert, die auf der verbotenen Liste stehen. In diesem Fall gelang es den Beamten, eine verdächtige 40 Kilo schwere Lieferung aus Shanghai, die nach Madrid geflogen werden sollte, herauszufiltern.

Nach mehreren aufwendigen Analyseverfahren konnte festgestellt werden, dass es sich um ein völlig neues synthetisches Cannabinoid handelt. Laut Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in Lissabon, handelt es sich bei diesem Fund um einen der größten in ganz Europa.

Gegenwert von 20 Millionen Euro

Die synthetische Chemikalie wird in Pulverform mit einem pflanzlichen Träger, z.B. mit getrockneten und gemahlenen Blättern vermischt. Da ungefähr 50 mg des Cannabinoids ausreichen, um eine marktübliche Gripptüte von drei Gramm herzustellen, welche zum Preis von 25 Euro angeboten wird und für zirka acht Joints ausreicht, kann man aus den 40 Kilogramm über 800.000 solcher Tütchen produzieren -  ein Straßenverkaufswert von über 20 Millionen Euro .