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Dringender Aufruf der Staatsanwaltschaft: Bei wem ist Baby Bianka?
Lokales 20 16.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Dringender Aufruf der Staatsanwaltschaft: Bei wem ist Baby Bianka?

Amtshilfe aus Deutschland: Am Mittwoch wurde mit speziellen Leichenspürhunden, die auch unter der Wasseroberfläche Tote orten können, nach dem verschollenen Baby gesucht.

Dringender Aufruf der Staatsanwaltschaft: Bei wem ist Baby Bianka?

Amtshilfe aus Deutschland: Am Mittwoch wurde mit speziellen Leichenspürhunden, die auch unter der Wasseroberfläche Tote orten können, nach dem verschollenen Baby gesucht.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 20 16.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Dringender Aufruf der Staatsanwaltschaft: Bei wem ist Baby Bianka?

Es ist eine Botschaft, die einen Funken Hoffnung aufkommen lässt: Die beigeordnete Staatsanwältin Doris Woltz hat am Mittwochabend einen dringenden Aufruf an die Öffentlichkeit gerichtet. Wer das verschwundene Baby Bianka hat, soll sich unbedingt bei der Polizei melden.

(str/jag ) - Die Botschaft, die die beigeordnete Staatsanwältin Doris Woltz am Mittwochabend an die Öffentlichkeit richtete, ist kurz aber eindringlich. Vor allem lässt sie jedoch einen Funken Hoffnung aufkommen: Das verschollene Baby Bianka Bisdorff könnte noch leben.

„Die Frau, der Mann, oder das Paar, die das Kind eventuell versorgen, oder denen das Kind möglicherweise anvertraut wurde, sollen sich bei der Polizei melden“, so Doris Woltz am Abend gegenüber dem „Luxemburger Wort“. „Damit wir ein Lebenszeichen haben.“ Es sei ein wirklich dringender Appell, fügte die beigeordnete Staatsanwältin hinzu.

In Linger wurde währenddessen am Mittwoch weiter nach der seit dem 3. Juli vermissten Bianka Bisdorff gesucht. Von dem Baby, das erst knapp fünf Wochen alt ist, fehlt bisher jede Spur. Am vergangenen Freitag war gegen die Mutter des Kindes Anklage erhoben worden. Sie sitzt seither in Untersuchungshaft. Details zu den Anklagepunkten sind bisher nicht bekannt. Polizei und Justiz hüllen sich nach wie vor in Schweigen. Begründet wird deren Zurückhaltung mit den laufenden Ermittlungen und dem Gesetz zum Schutz von Minderjährigen.

Schlussfolgerungen aus dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft und ihrer Ermittler zu ziehen ist schwierig. Voreilige Schlussfolgerungen sind angesichts der Dramatik des Geschehens unangebracht. Dennoch überrascht, dass noch kurz vor dem dringenden Appell der beigeordneten Staatsanwältin in einem Weiher an der N31 zwischen Linger und Petingen nach dem Leichnam des vermissten Babys gesucht wurde. 

Im Einsatz war dabei eine Sondereinheit der deutschen Polizei aus Nordrhein-Westfalen. Diese Hundestaffel war mit speziell ausgebildeten "Man-trailer"-Hunden an der Suche beteiligt, die Spuren auch unter Wasser wahrnehmen können.

Gleichzeitig suchten Froschmänner von Polizei und Zivilschutz den Grund des Weihers ab. Erschwert wurde deren Arbeit durch umfangreiche Schlickablagerungen. Die Sicht unter Wasser liegt quasi bei Null. Daher müssen die Taucher das Gewässer regelrecht abtasten. Bereits am Montag waren in Linger Taucher im Einsatz.

Gemeindearbeiter befestigten am Dienstag auf einer Länge von 160 Metern weiße Planen entlang des Einsatzgebietes. Diese sollen die Ermittler von Schaulustigen abschirmen. Meldungen, dass das Wasser des Weiher abgepumpt werde, bestätigten sich bislang nicht.




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