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Drei Mal 25 Jahre, ein Mal 15 Jahre Haft gefordert
Lokales 16.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Prozess um G4S-Überfall

Drei Mal 25 Jahre, ein Mal 15 Jahre Haft gefordert

Der Überfall hatte sich am 3. April 2013 ereignet.
Prozess um G4S-Überfall

Drei Mal 25 Jahre, ein Mal 15 Jahre Haft gefordert

Der Überfall hatte sich am 3. April 2013 ereignet.
Archivfoto: Gerry Huberty
Lokales 16.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Prozess um G4S-Überfall

Drei Mal 25 Jahre, ein Mal 15 Jahre Haft gefordert

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Während die Anwälte der Angeklagten in der letzten Prozesswoche um den G4s-Überfall auf unschuldig plädierten, sah der Vertreter der Staatsanwaltschaft die Schuld als bewiesen. Er forderte Haftstrafen von 15 bis 25 Jahren.

(SH) - Jeweils 25 Jahre Haft gegen Anouar B., Dogan S. und Cihan G., 15 Jahre gegen Simon S.: So die Forderung des Vertreters der Staatsanwaltschaft zum Abschluss des Prozesses um den G4S-Überfall.

In den frühen Morgenstunden des 3. April 2013 war das Depot der Sicherheitsfirma G4S in Gasperich brutal überfallen worden. Die Täter hatten sich mit Sprengstoff Zugang zu den Räumlichkeiten geschafft, Geld konnten sie jedoch keines erbeuten.

Sowohl am Tatort in Gasperich als auch während ihrer Flucht in Garnich hatten sie sich bewaffnete Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, bei denen über 80 Mal geschossen wurde. Deshalb lautete die Anklage auch nicht nur auf versuchten schweren Raub mit Waffengewalt, sondern auch auf versuchten Mord.

DNS-Spuren an Objekten

Gleich zu Beginn des Prozesses hatten die Ermittler erklärt, wie sie auf die Spur der Angeklagten kamen. Am Tatort in Gasperich waren an einer Batterie DNS-Spuren von Anouar B. gefunden worden. An Verschlüssen von Benzinkanistern in Garnich waren DNS-Spuren von Dogan S. und Cihan G. gefunden worden. Simon S. soll unterdessen als Logistiker gedient haben.

Während der Verhandlung hatten die Angeklagten stets ihre Unschuld beteuert. Wie die DNS-Spuren an die Objekte gekommen waren, konnten sie sich nicht erklären.

Urteil am 25. Mai

Auch die Anwälte von Anouar B., Dogan S., Cihan G. und Simon S. plädierten auf unschuldig. Ihrer Ansicht nach fehle es an handfesten Beweisen. Der Umstand, dass DNS-Spuren an beweglichen Objekten gefunden worden waren, reiche nicht aus, um ihre Mandanten zu verurteilen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft war anderer Ansicht. Für ihn galt die Schuld der Angeklagten als bewiesen.

Das Urteil wird am 25. Mai gesprochen.

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