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Drei Fragen an Nico Decker
Lokales 2 Min. 18.04.2014

Drei Fragen an Nico Decker

Nico Decker löste am 16. April 2014  Lucien Thill an der Spitze des LGE ab.

Drei Fragen an Nico Decker

Nico Decker löste am 16. April 2014  Lucien Thill an der Spitze des LGE ab.
(Foto: Romain Schanck)
Lokales 2 Min. 18.04.2014

Drei Fragen an Nico Decker

Der Englischlehrer Nico Decker ist ab dem 16. April neuer Direktor des „Escher Jongelycée“.
  • Kehrt mit dem neuen Direktor auch ein neuer Stil in den LGE ein und wenn ja, welche Änderungen erwartet die Schüler und den Lehrkörper?

Jeder hat seinen eigenen Stil. Das trifft natürlich auch auf mich zu. Was die Führung des Gebäudes anbelangt, so gibt es vor allem Kontinuität. Aber ich werde es mir auch vorbehalten, die eine oder andere kleinere Änderung und Innovation mit einzubeziehen. Bei den Projekten, die wir in der rezenten Vergangenheit hatten, ging es vor allem um Kultur und um Humanismus. Ich bin der Meinung, dass wir in den letzten zwölf, ja sogar zwanzig Jahren, uns vielleicht etwas zu wenig um Wissenschaften gekümmert haben. So dass ich jetzt schon darauf aus bin, Projekte zu unterstützen, die auch wieder ein Aufblühen der Wissenschaften hier im Gymnasium bewirken.

  • Treten Sie damit nicht in Konkurrenz zu ihren Kollegen aus dem Lycée Hubert Clément, die sich als Gymnasium der Wissenschaften in Esch/Alzette zu etablieren versuchen?

Jein! Wir werden über kurz oder lang, je nachdem, was bei den Reformen herauskommt, nicht daran vorbeikommen, Synergien zu schaffen. Ich sehe den Sachverhalt eher so, dass wir dann unter Umständen abwechselnd, von Jahr zu Jahr, oder auch alle zwei Jahre, das Angebot ändern. Das heißt, dass das LHCE zum Beispiel ein Jahr eine wissenschaftliche Sektion bekäme, wenn es mehr Schüler dafür hätte, und wenn wir ein Jahr lang mehr Schüler dafür hätten, bekämen wir diese Sektionen. Umgekehrt natürlich auch mit den Humanwissenschaften. Irgendwann werden wir meiner Meinung nach nicht daran vorbeikommen, nach diesem Prinzip zu verfahren.

  • Derzeit besuchen rund 1 170 Gymnasiasten das LGE. Ist das eine passende Größe?

Für das, was das Gebäude an Kapazität hergibt, haben wir eigentlich zu viele Gymnasiasten. Dieses Gebäude war anfangs ausgerichtet für 800 bis 900 Schüler. In den 90er-Jahren haben wir den wissenschaftlichen Flügel hinzubekommen. Somit kann man die Kapazität auch mit 1 000 veranschlagen, aber mit derzeit 1 170 Schüler, haben wir deren im Prinzip eigentlich zu viele (nach kurzer Pause fügt er hinzu). Wobei wir aber keinen Einzigen missen wollen, der hier ist, nicht, dass ich in dem Punkt falsch verstanden werde (schmunzelt). Wir müssen halt alle ein bisschen zusammenrücken. Eine Vergrößerung des Gebäudes ist an diesem Standort schlicht nicht möglich. Wenn irgendwann einmal eine größere Änderung vonnöten wäre, wenn zum Beispiel Schulsysteme miteinander verschmelzen würden, dann müssten wir ein neues Gebäude bekommen. Das ist evident. Derzeit gibt es keine solchen Pläne, auch wenn mal vage davon geredet wurde. Derzeit ist das nicht aktuell.

  • Interview: Luc Ewen

Einen ausführlichen Bericht über die Führungswechsel im Lycée Hubert Clement und im Lycée de Garçons aus Esch/Alzette lesen Sie im Luxemburger Wort vom 18. April 2014


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