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Drei Fragen an Jean Theis
Lokales 2 Min. 17.04.2014

Drei Fragen an Jean Theis

Denis Reitz (links) und Jean Theis leiten seit dem 1. April 2014 das Lycée Hubert Clément in Esch/Alzette, Theis als Direktor und Reitz als beigeordneter Direktor.

Drei Fragen an Jean Theis

Denis Reitz (links) und Jean Theis leiten seit dem 1. April 2014 das Lycée Hubert Clément in Esch/Alzette, Theis als Direktor und Reitz als beigeordneter Direktor.
Foto: Eric Brausch
Lokales 2 Min. 17.04.2014

Drei Fragen an Jean Theis

Der Mathematiklehrer ist seit dem 1. April Direktor des Lycée Hubert Clément.
  • Kehrt mit dem neuen Direktor auch ein neuer Styl in den LHCE ein und wenn ja, welche Änderungen erwartet die Schüler und den Lehrkörper?

Ich bin seit gut zehn Jahren an der Leitung des LHCE beteiligt. Ich bin demnach mit den Abläufen vertraut und konnte auch bereits in der Vergangenheit Impulse setzen. So gesehen wird es keinen großen Aufbruch geben. Das bedeutet aber nicht dass es beim Status quo bleibt.

Mir liegen vor allem die wissenschaftlichen Fächer am Herzen. Ich strebe deshalb in diesem Bereich eine verstärkte Zusammenarbeit nach außen hin an. Zum, Beispiel mit der Universität Luxemburg. Es laufen schon Gespräche mit Laboratorien und den „Jeunes scientifiques“.

Nach den Ferien wird es weitere Gespräche geben, um eine weitere Öffnung zu verschiedenen Instituten und der Universität zu konkretisieren.

  • Entspricht diese wissenschaftliche Ausrichtung dem zukünftigen Profil des LHCE?

Die angestrebte Reform auf nationaler Ebene sieht unter anderem vor, dass jedes Gymnasium sein eigenes Profil entwickeln soll. Das LHCE war traditionell immer mehr das wissenschaftliche der beiden Gymnasien in Esch/Alzette.

Das ist die generelle Richtung, die auch für die Zukunft anzudenken ist. Das bedeutet aber nicht, dass musische Fächer in Zukunft vernachlässigt werden sollen.

  • Das LHCE ist bekanntlich derzeit eine Baustelle. Ist nach Abschluss der Arbeiten die optimale Kapazität erreicht?

Vor vier Jahren hatten wir rund 1 100 Schüler. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird das neue Gebäude auf rund 850 Schüler ausgerichtet sein. Das entspricht auch der alten Kapazitätsgrenze. Es ist allerdings so, dass wir in der rezenten Vergangenheit dramatische Rückgänge verzeichnen mussten, was die Schülerzahlen bei den Neuzugängen betrifft. Das hat vor allem mit der Angst der Schüler und der Eltern vor den baustellenbedingten Umstellungen zu tun.

Dabei werden jedoch die Vorteile einer kleinen Struktur außer Acht gelassen. Wir waren schon immer eine kleine Schulgemeinschaft. Mit Blick auf die Umbauarbeiten mussten wir auch etwas schrumpfen. Dass dieses Schrumpfen jedoch so dramatisch in kurzer Zeit vonstatten ging, war ungesund. Würde diese Entwicklung so weitergehen, dann könnten wir irgendwann nicht mehr arbeiten.

Dieses Jahr sind rund 100 neue Schüler zu uns gestoßen, zwischen 150 bis 180 werden uns verlassen. Die schülerreichen Jahrgänge sind jetzt fort, kleinere Jahrgänge sind gekommen. Nächstes Jahr werden wir wohl wieder schrumpfen. Dann wird sich dieser Trend jedoch umkehren. Mit der Fertigstellung der Baustelle wird auch die Schülerzahl wieder wachsen. Derzeit besuchen rund 800 Schüler das LHCE.

  • Interview: Luc Ewen

Einen ausführlichen Bericht über die Führungswechsel im Lycée Hubert Clement und im Lycée de Garçons aus Esch/Alzette lesen Sie im Luxemburger Wort vom 18. April 2014


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