Über Jahre hinweg ist im Bahnhofsviertel eine offene Drogenszene entstanden. Scheinbar unbeeindruckt von der Staatsmacht haben sich zwei Dealerbanden den Heroin- und den Kokainhandel aufgeteilt.
Der Kassationshof hat am Donnerstag die Anträge von zwei der drei Hauptangeklagten im sogenannten G33-Drogenprozess abgewiesen. Über den Antrag des Bandenführers wird erst später entschieden.
Kurz nach 20 Uhr hat die Polizei am Donnerstagabend zeitgleich an mehreren Orten im Bahnhofsviertel zugeschlagen. 15 Personen wurden festgenommen. Zwei kamen in Untersuchungshaft.
Peu après 20 heures jeudi, la police grand-ducale a frappé en plusieurs endroits du quartier de la gare centrale à Luxembourg-Ville. Quinze personnes ont été arrêtées. Deux ont été placées en détention.
Das Ministerium für Innere Sicherheit plant, Überwachungskameras im Bahnhofsviertel zu installieren. So soll der organisierte Straßenhandel mit Drogen dort unterbunden werden.
Der Drahtzieher des Drogennetzwerks aus dem Drogenhaus G33 in Wasserbillig, will alle ihm zustehenden Rechtsmittel ausschöpfen, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen.
Die 7. Strafkammer ist am Donnerstag bei ihrem Urteil im Prozess gegen eine Gruppe von nigerianischen Drogendealern aus Longwy weit unter der Strafforderung der Staatsanwaltschaft zurückgeblieben.
Der Appellationshof hat die nigerianische Drogenbande aus dem G33-Haus in Wasserbillig am Mittwoch durchgehend zu geringeren Haftstrafen verurteilt als das Gericht in erster Instanz.
Am Mittwochnachmittag wird in zweiter Instanz über die 21 Angeklagten des G33-Drogennetzwerks geurteilt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte bei der Strafforderung eine zum Teil härtere Gangart eingeschlagen.
Für sehr lange Zeit soll der mutmaßliche Anführer der Drogenbande aus Longwy ins Gefängnis. Das forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Bezirksgericht Luxemburg.
Vor knapp einem Jahr sorgte eine Gruppe von kleinkriminellen Jugendlichen in der Hauptstadt für Verunsicherung. Ein Dutzend Intensivtäter wurden nun in erster Instanz zu Haftstrafen verurteilt. Ein Hintergrundbericht.
Keine qualifizierten Beweise und zu viele Mutmaßungen der Staatsanwaltschaft: So klang der Grundtenor aus den Plädoyers im Prozess gegen eine Drogenbande aus Longwy.
Zum Prozessauftakt um eine nigerianische Drogengruppe, die von Longwy aus Dealer in Luxemburg versorgte, gab am Montag ein Polizist Einblick in die Ermittlungen.
Der Hauptangeklagte gilt als der größte Kokainzulieferer seit „Paul Henry“. Ihm und sechs anderen Männern, die von Longwy aus Drogendealer in Luxemburg versorgten, wird von Montag an der Prozess gemacht.
Als eingefleischter Selbstdarsteller wollte er eine Show abziehen, doch das Berufungsgericht zog dem mutmaßlichen Kopf der „G33“-Drogenbande Joseph E. am Montag einfach den Stecker.
Zum Auftakt des Berufungsprozesses um das Drogenhaus „G33“ aus Wasserbillig forderte der Anwalt des mutmaßlichen „Paten“ des nigerianischen Drogennetzwerks am Montag einen Ausschluss der Öffentlichkeit.
Langjährige Haftstrafen hat die Kriminalkammer am Freitagmorgen gegen 21 Mitglieder des nigerianischen Drogennetzwerks verhängt. Der Anführer der Gruppe wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Festnahmen in den Reihen des nigerianischen Drogennetzwerkes hatten umfangreiche Auswirkungen auf den Drogenhandel in Luxemburg. Doch auch das Urteil, das die Kriminalkammer am Freitagmorgen fällt, könnte Signalwirkung haben.
Nigerianische Banden, wie jene aus dem Drogenhaus „G33“ in Wasserbillig, sind Teil weltweit organisierter Kriminalität. Das zeigt auch ein Blick in die Jahresberichte des deutschen Bundeskriminalamts.
Die Zahl der problematischen Drogenabhängigen in Luxemburg stagniert weiter, Tote durch Überdosierung von Heroin sind mittlerweile eine Seltenheit. Doch der am Mittwoch vorgestellte nationale Drogenbericht 2016 zeigt auch einige Dunkelstellen auf.
Hohe Strafen forderte die Staatsanwaltschaft am Dienstag gegen die Hinterleute eines nigerianischen Drogennetzwerkes aus Wasserbillig. Der mutmaßliche „Pate“ soll für 18 Jahre in Haft – seine Komplizin zwölf Jahre.
In der dritten Woche im Prozess gegen einen nigerianischen Drogenring kamen die Anwälte der Angeklagten zu Wort. Diese forderten einen Freispruch für die Hauptbeschuldigten Joseph E. und Becky T.
Neun Mitglieder eines mutmaßlichen Dealerrings aus Guinea-Bissau kam ihre Beteiligung am Drogenhandel teuer zu stehen. Sie wurden zu Haftstrafen zwischen drei und acht Jahren verurteilt.
Rund um die Uhr betrieb das nigerianische Drogennetzwerk jahrelang einen florierenden Handel im Bahnhofsviertel und das in aller Öffentlichkeit. Da die Bande ihr Aktionsgebiet quasi hermetisch abgeschirmt hatte, legte sich die Polizei mit der Videokamera auf die Lauer.
Joseph E. habe als Hintermann des Drogenhauses "G33" in Wasserbillig eine verschworene Gemeinschaft geschaffen, die von seiner Geliebten Bekky T. nach strengen Regeln kontrolliert wurde. Das sagten Ermittler am Freitag vor der Strafkammer aus.
Sie haben nur allesamt sehr wenig Drogen verkauft, kennen ihre Zwischenhändler nicht und über den Drogenhandel in Luxemburg wissen die Angeklagten auch nichts. Das war der Grundtenor des zweiten Verhandlungstags um das nigerianische Dealernetzwerk.
Im Prozess um das nigerianische Drogennetzwerk im hauptstädtischen Bahnhofsviertel, der am Dienstagvormittag beginnt, sticht ein Angeklagter besonders hervor.
Kommende Woche wird 21 mutmaßlichen Mitgliedern des bedeutendsten Drogennetzwerks aus dem hauptstädtischen Bahnhofsviertel der Prozess gemacht. Die Bande hatte ein regelrechtes Operationszentrum in Wasserbillig betrieben.
Im Prozess gegen neun Mitglieder einer mutmaßlichen Drogenbande forderte die Staatsanwaltschaft am Montag Haftstrafen nahe an der Höchststrafe. Die Verteidigung zeigte sich angesichts der ihrer Ansicht nach dünnen Beweislage empört.
Unzufriedene Kunden, verstopfte Zulieferer, mangelnde Anerkennung, ausverkaufte Ware: Der Prozess gegen eine Clique aus Guinea-Bissau gewährt tiefe Einblicke in den Alltag von Drogenbanden.
Heroin und Kokain sind zwei grundverschiedene Drogen mit unterschiedlicher Wirkung. Und doch gibt es einen gemeinsamen Markt auf den Straßen des Bahnhofsviertels und zwei Banden, die sich die Kundschaft strittig machen.
Die Kokainhändler in der Rue de Strasbourg haben sich mit einer ausgefeilten Strategie auf die verstärkte Polizeipräsenz im Bahnhofsviertel eingestellt.
Der Kokainhandel im Bahnhofsviertel wird quasi exklusiv von einer nigerianischen Bande kontrolliert. Tagsüber erfolgt deren Geschäft inmitten der Passanten und auf offener Straße.
Seit Januar geht die Polizei mit unverminderter Härte und umfangreichen Schwerpunktaktionen gegen die Drogenkriminalität im Bahnhofsviertel vor. Doch die gut organisierten Dealerbanden haben sich angepasst – sehr zum Leidwesen der Drogenfahnder.
Ihre Verhaftungsstatistiken lassen sich sehen. Dennoch sieht die Polizeireform vor, die regionalen „Sections de Recherche“ abzuschaffen. Betroffene Polizisten wollen diese Pläne nicht ohne Gegenwehr hinnehmen.
Das gerade erst neu eröffnete Polizeikommissariat in der Rue Glesener könnte bald noch länger geöffnet sein. Ressort Minister Schneider hat die Polizei gebeten, diese Möglichkeit zu prüfen.
Die Polizei steht bei der Bekämpfung des Drogenhandels an vorderster Front und kann auch Erfolge vorzeigen. Alleine lösen wird sie das Drogenproblem allerdings nicht.
Immer wieder kocht die Gerüchteküche hoch, wenn es um Drogen wie "Crystal Meth" geht, die angeblich den luxemburgischen Markt erobern. In Wahrheit sind exotische Substanzen hierzulande ein eher kleines Problem.
Im Kampf gegen die Drogenkriminalität haben die Sicherheitskräfte eine Bar in der Rue de Hollerich offenbar ganz besonders im Visier. Die Betreiberin – eine Ex-Polizistin – sieht sich als Opfer von arbiträren Absichten von Polizei und Stadtverwaltung.
Auch wenn die Drogengeschäfte im Bahnhofsviertel tagsüber deutlich weniger sichtbar sind, hat sich die hauptstädtische Szene keineswegs in andere Landesteile verlagert.
Die Berichterstattung über die offene Drogenszene in der Rue de Strasbourg ist nicht ohne Folgen geblieben. Neben Polizei und Politik offenbaren auch die Drogenhändler ein schnelles Reaktionsvermögen.
Es ist ein populäres Stadtviertel mit einem gesunden Bevölkerungsmix. Doch das Gefühl der Unsicherheit stört jede Idylle. Die Polizei läuft dem Drogenproblem hinterher, scheint es.
Zwei Gruppen von Drogenhändlern teilen sich den Markt in den Straßen des Bahnhofsviertels. Die Dealer und ihre Hintermänner sind bestens mit der Gesetzeslage und dem Vorgehen der Sicherheitskräfte vertraut. Das zeigt ihr zumeist bis ins Detail organisierte Vorgehen. Die Polizei hinkt hinterher.
Der Drogenhandel auf offener Straße hat im hauptstädtischen Bahnhofsviertel dramatische Ausmaße angenommen, sagt ein Restaurantbetreiber aus der Rue de Strasbourg. Verändern könnten dies nur die Bewohner, doch dafür müssten sie ihr Schweigen brechen.
Der Konsum illegaler Drogen ist auch in Luxemburg weit verbreitet. Das Pilotprojekt „Duck“ bietet Drogenkonsumenten die Möglichkeit, ihre Substanzen testen zu lassen und so das Risiko zu reduzieren.
Die Razzia in Wasserbillig ist von Europol unterstützt worden. Auch in Belgien durchsuchten Ermittler ein Haus. Die Bilanz: 19 Festnahmen und die Beschlagnahmung von 100.000 Euro.
Die Polizei hat am Dienstag in Wasserbillig einen größeren Drogenhändlerring gesprengt und bezeichnete die Aktion als "vollen Erfolg". LW-Informationen zufolge besteht ein Zusammenhang zu einer nigerianischen Sekte, die auch in der Hauptstadt aktiv ist.
Drogenkonsum ist bei weitem nicht das Randphänomen, als das es oft dargestellt wird. Eine Feststellung, die nach neuen Ansätzen und mehr Pragmatismus verlangt, wie in- und ausländische Experten auf diesem Gebiet, die sich am Mittwoch zu einem Symposium in Luxemburg trafen, bestätigen.
Es wird schon eine Umstellung sein: Seit 1978 war das Hauptquartier der Polizei in einem Parkhaus in der Rue Glesener untergebracht. Hier ist am 16. März endgültig Schluss. Bereits am Mittwoch übernimmt die „Rue Curie“. 37 Jahre lassen allerdings viel Platz für Erinnerungen.
Die Großrazzia in zwei Gaststätten im hauptstädtischen Bahnhofsviertel vor gut zehn Tagen war alles andere als eine Routinekontrolle. Tatsächlich hatte die Polizei einen heißen Tipp bekommen.
„Wir lieben unser Stadtviertel, wollen aber die Unsicherheit nicht mehr hinnehmen“, das war der Grundtenor einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der hauptstädtischen Rue de Strasbourg, bei der sich Verantwortliche aus der Lokalpolitik und der Polizei den Anwohnern stellten.