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Spielerisch aufgeklärt
Lokales 2 Min. 27.07.2017 Aus unserem online-Archiv
"DigiRallye"

Spielerisch aufgeklärt

Mit Simulations-Brillen wurden die Kinder in täuschend echte Situationen versetzt.
"DigiRallye"

Spielerisch aufgeklärt

Mit Simulations-Brillen wurden die Kinder in täuschend echte Situationen versetzt.
Foto: Morris Kemp
Lokales 2 Min. 27.07.2017 Aus unserem online-Archiv
"DigiRallye"

Spielerisch aufgeklärt

Gilles SIEBENALER
Gilles SIEBENALER
Die Gefahren des Internet sind omnipresent. Deshalb organisierte Bee Secure am Mittwoch bereits zum fünften Mal die "DigiRallye".

(SB) - Am Mittwochmorgen fand auf dem Campus Geesseknäppchen die fünfte Auflage der „DigiRallye“ statt. 120 Kinder wurden spielerisch über die Gefahren im Internet und die dazu passenden Verhaltensweisen informiert.

Um 10 Uhr ging es los. Zehn Aktivitäten, für die die kleinen Gruppen je 25 Minuten Zeit hatten, wurden im Forum, im Lycée Aline Mayrisch und draußen auf dem Gelände angeboten. „Maisons Relais“ aus dem ganzen Land konnten sich im Vorfeld für die BeeSecure in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern organisierte Rallye anmelden. Die einzelnen Stationen wurden von den Partnern wie der Post, der Polizei oder auch dem Casino Luxemburg betreut. 

Kein offenes Buch 

Ziel sei es, die Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren auf die Gefahren im Internet zu sensibilisieren, erklärt Eric Krier von 
BeeSecure. „Heutzutage sind die Kinder immer früher im Internet unterwegs und müssen aufgrund dessen auch dementsprechend aufgeklärt werden“, fährt er fort. Das Internet darf nicht als selbstverständlich angesehen werden, auch wenn es das für viele Jugendliche ist. Wissen sollten sie, dass im Internet nicht immer alles der Realität entspricht. Deshalb sollten die jungen Nutzer nicht alles glauben, was sie im Netz lesen. Vor allem sollten sie jedoch auch lernen, kein offenes Buch sein zu wollen – und nicht alles aus ihrem Leben im Internet zu posten.

Zehn verschiedene Aktivitäten wurden von Partnern von BeeSecure angeboten.
Zehn verschiedene Aktivitäten wurden von Partnern von BeeSecure angeboten.
Foto: Morris Kemp

Am Ende des Tages wartete eine Überraschung auf die Teilnehmer: Ein Zauberer führte den ein oder anderen Trick vor. „Ziel dieser Vorstellung ist es den Kindern zu zeigen, dass die Realität nicht immer sofort sichtbar ist“, erklärt Eric Krier.

Das Recht am eigenen Bild 

Des Weiteren sah man vor einem „Green Screen“ Kinder posieren, während mit einem Tablet Fotos von ihnen gemacht wurden. Später wurden diese dann bearbeitet, sodass die Kinder plötzlich auf einer Baustelle zu sehen waren. Diese Aktivität zielte darauf ab, ihnen zu zeigen, wie einfach es ist, Fotos zu verfälschen, erklärt Sandra Schwender. „Das Recht am eigenen Bild“ wird somit spielerisch an sie heran gebracht. „Etwa die Hälfte der Kinder wusste bereits, dass solch eine Art von Verfälschung möglich ist“, erklärt Sandra Schwender. „Die andere Hälfte hingegen war unwissend, was dieses Thema angeht.“ Denn die meisten jungen Menschen surfen immer noch sorglos durchs Netz. 

Viele Kinder reagieren deshalb etwas geschockt, wenn sie erfahren, dass es im Internet Regeln zu beachten gibt. Dazu zählt auch, dass man Fotos ohne die Zustimmung der darauf abgebildeten Personen nicht ins Netz stellen darf. 

Gewalt im Netz

 Immer wieder interessant und für unterschiedliche Meinungen sorgt der „Gewaltbarometer“. Hier müssen die Jugendlichen auf einer Skala von eins bis zehn einschätzen, wie sehr sie eine gewisse Situation im Internet, beispielsweise, wenn jemand sie mobbt, verletzen würde. „Die Unterschiede sind manchmal ganz extrem“, erzählen Verantwortliche. Was der eine als schlimm empfindet, geht bei dem anderen mehr oder weniger spurlos vorüber. Diese Unterschiede regen die Jugendlichen dann zum Nachdenken an. 

Nicht alle Aktivitäten zielten jedoch darauf ab, die jungen Leute in ihrem Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren. Auf dem Campus erklärte beispielsweise die Vereinigung „Spray Peace“ den Jugendlichen, dass es Plätze gibt, auf denen man legal Graffiti sprühen darf. Dabei durften diese auch selbst anhand von Schablonen auf einer Leinwand ihr Können austesten. 


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