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Differdingen: Science Center setzt auf 3D-Drucker
Lokales 5 3 Min. 22.01.2020

Differdingen: Science Center setzt auf 3D-Drucker

Differdingen: Science Center setzt auf 3D-Drucker

Foto: Pierre Matgé
Lokales 5 3 Min. 22.01.2020

Differdingen: Science Center setzt auf 3D-Drucker

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Im 3D-Drucker surrt es. Hier entsteht ein kleines Metallteil. Das ist eines der Neuheiten mit denen das Science Center Jugendliche für Wissenschaften begeistern will.

Auf den ersten Blick mag der quadratische Apparat mit großer Fensterscheibe wie ein überdimensionierter Mikrowellenherd erscheinen. Er surrt leise vor sich hin, während sich im Inneren ein Roboterarm hin und her bewegt. Unter diesem Arm wächst nach und nach ein Teil aus Chrommetall

Metall aus dem Drucker

Vom Computer aus überwacht Nathalie Gales, Wissenschaftsvermittlerin im Science Center, den Schaffungsprozess. Die Materialtemperatur liegt bei über 100 Grad. „Wir haben Chrompulver und ein Polymer, also eine Art Plastik, in den Drucker eingefügt“, erklärt sie. 

Durch dieses Verfahren muss der Schmelzpunkt des Metalls nicht erreicht werden. Es reiche das Polymer zum Schmelzen zu bringen. Später, wenn das Objekt im Drucker fertig ist, muss es stark erhitzt werden, damit das Polymer „herausgekocht“ werden kann. 

Jugendlichen bei der Berufswahl helfen

Dieser 3D-Drucker, der Metallteile herstellen kann, ist einer der neuen Drucker, die sich das Differdinger Science Center zugelegt hat. Dieses Modell wurde unter anderem dank europäischer Fördergelder angeschafft, erklärt Direktor Nicolas Didier. 

In den Einsatz kommt es im Rahmen der „Découverte des métiers“. Dabei handelt es sich um ein Angebot des Science Center, das sich spezifisch an Lyzeumsklassen richtet. 

Seit September stehen sechs Themen zur Auswahl: 

  1. Elektrizität, 
  2. Metallverarbeitung, 
  3. Mechatronik, 
  4. Telekommunikation, 
  5. Restauration sowie 
  6. 2D- und 3D-Konzeption.

Roboterautos mit Lichtsensoren


Science Center - Foto : Pierre Matgé/Luxemburger Wort
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In der Mechatronikwerkstatt müssen Schüler zum Beispiel kleine Roboterautos zusammenbauen und Sensoren so programmieren, dass sich ihre Lichter bei einer Fahrt durch einen kleinen Tunnel von selbst anschalten. „Wie bei einem richtigen Auto“, sagt Nathalie Gales. 

Während der „Découverte des métiers“ greift das Science Center auch auf Mitarbeiter privater Firmen zurück. „Uns geht es darum, Schülern bei ihrer Berufsorientierung zu helfen. Wir machen keine Ausbildung“, stellt Nicolas Didier klar. 

Ausbau vorgesehen

Das Programm soll noch ausgebaut werden. So wartet zum Beispiel ein Zugsimulator der CFL darauf, in den Einsatz zu kommen. 

Dafür muss das Science Center aber noch etwas ausgebaut werden. „Wir planen einen Modulbau, direkt vor dem Science Center“, erklärt Nicolas Didier weiter. Geht es nach ihm, soll dieser Ausbau im September stehen. 

3D-Modelle von Besuchern 

Aber auch im großen Saal mit den Experimentierstationen, die für jeden zugänglich sind, gibt es nun einen größeren 3D-Drucker. 

Dieser ist an einen 3D-Scanner angeschlossen, in dem sich eine Person aufrecht hinstellen kann. Dadurch können, unter der Aufsicht von Mitarbeitern, Figuren von Besuchern geschaffen werden.

75 Euro für eine Figur

Dauert der Scan nur wenige Sekunden, so müssen die Bilder nachher in einem Programm überarbeitet werden. Der eigentliche Druckvorgang dauert dann noch einmal drei Stunden. Die 3D-Figuren werden den Besuchern dann später nach Hause geschickt. 75 Euro werden dafür verlangt. 


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Ziel sei aber nicht, das große Geld damit zu machen. Sondern zu zeigen, welche Richtung die Entwicklung der Technologie einschlägt, so der Direktor. Und wenn möglich neue Berufungen in technischen und wissenschaftlichen Bereichen bei jungen Besuchern zu schaffen. 


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