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Differdingen: Grundstein für Gravity-Hochhäuser gelegt
Lokales 15 2 Min. 25.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Differdingen: Grundstein für Gravity-Hochhäuser gelegt

Minister Henri Kox, Arnaud Regout und Thibaut Relecom, sowie  Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch bei der Grundsteinlegung am Donnerstag.

Differdingen: Grundstein für Gravity-Hochhäuser gelegt

Minister Henri Kox, Arnaud Regout und Thibaut Relecom, sowie Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch bei der Grundsteinlegung am Donnerstag.
Foto: Lex Kleren
Lokales 15 2 Min. 25.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Differdingen: Grundstein für Gravity-Hochhäuser gelegt

Luc EWEN
Luc EWEN
80 Wohnungen, Geschäfts- und Büroräume entstehen am Stadteingang von Differdingen.

Als der Hadir-Turm 2015 abgerissen wurde, veränderte dies die Skyline der Cité du fer. Er galt als Landmark und als Symbol der Ära der Stahlindustrie. War das Hochhaus doch einst als Verwaltungssitz des Stahlkonzerns Hadir errichtet worden. 


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Am Donnerstag wurde dort, wo bis vor fünf Jahren der Hadir-Turm stand, der Grundstein für den Bau von fünf neuen Türmen gelegt, von denen mindestens zwei ebenfalls die Bezeichnung Hochhaus verdienen. Die Rede ist vom Gravity-Projekt. 

Ebenso wie ihr Vorgänger sollen auch die neuen Türme symbolisch für eine neue Ära stehen und die Skyline der Stadt nachhaltig verändern. 

Bezahlbarer Wohnraum

Wohnungsbauminister Henri Kox und die Differdinger Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch (beide Déi Gréng) unterstrichen die Bedeutung des Projekts für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. 

Die Bilder von der Grundsteinlegung

Die Gebäude werden 80 Wohnungen beherbergen, die alle von der Stadt aufgekauft wurden. 

Der höchste Turm wird 65 Meter messen. In seinem 14. Stock wird es einen großen Mehrzweckraum geben, der gemeinschaftlich von allen Bewohnern genutzt und verwaltet werden soll. Im 15. Stockwerk des anderen Turms wird es einen – ebenfalls gemeinschaftlichen – Wintergarten geben. 


Noch ist neben dem Shopping Center Opkorn eine Baugrube. Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch erklärt warum die Stadt hier 80 Wohnungen gekauft hat.
Differdingen und der Wohnungsmarkt
80 neue Wohnungen soll der neue Service logement der Stadt Differdingen demnächst verwalten. Die entstehen dort, wo einst der Hadir-Turm stand.

Dass die Menschen hier mit- und nicht nur nebeneinander wohnen sollen, liegt der Bürgermeisterin besonders am Herzen. 

„Wir wollen hier einen partizipativen Weg einschlagen“, so Christiane Brassel-Rausch. 

Mieter und Käufer gesucht 

Dies bedeutet aber keinesfalls, dass die Stadt sich, wenn die Bewohner eingezogen sind, aus der Verwaltung zurückziehen will. So wird ein Teil der Wohnungen vermietet. Die Ausschreibung für 24 Wohnungen zum Verkauf  hat indes am Donnerstag begonnen. Interessenten finden Details auf der Internetseite der Stadt.

Bildergalerie: So sollen die neuen Türme aussehen

Bei den Wohnungen, die verkauft werden, behält sich die Stadt ein Vorkaufsrecht zu einem im Voraus vereinbarten Preis vor. Nur vier Penthousewohnungen werden frei versteigert. 

Auch wurden vier Gruppen von potenziellen Bewohnern festgelegt. Jeder Gruppe ist eine gewisse Zahl an Wohnungen vorbehalten. So sollen etwa bei einigen Wohnungen junge Familien, die aus Differdingen stammen oder Senioren, die ihr Leben lang hier gelebt haben, bevorzugt werden. 

Auch sind zehn Prozent der Wohnungen barrierefrei. Die, die es nicht sind, können ohne großen Aufwand so umgestaltet werden, dass sie es werden.

 Sparkasse und Fischer ziehen ein 

Bei der Grundsteinlegung betonte Wohnungsbauminister Henri Kox, dass die Stadt Differdingen ihre Verantwortung, was die Schaffung von bezahlbarem und nachhaltigem Wohnungsbau angeht, erkannt habe. Im Rahmen des Pacte Logement hoffe er auf viele Nachahmer. 

Der Gravitykomplex, der von der Immobilienfirma BPI Real Estate und dem Architektenbüro Petitdidierprioux et Moreno entwickelt wurde, soll von außen dank seiner teils begrünten Fassade an hängende Gärten erinnern, was den Namen erklärt. 2023 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. 

Es entstehen aber auch Geschäfte und Büroräume. Wie die Vertreter von BPI, Arnaud Regout und Thibaut Relecom, erklärten, wurden bereits erste Verträge mit der Spuerkeess und der Bäckerei Fischer unterschrieben. 

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