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"Diese Nachricht tut extrem weh"
Lokales 2 Min. 14.02.2019

"Diese Nachricht tut extrem weh"

"Diese Nachricht tut extrem weh"

Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 14.02.2019

"Diese Nachricht tut extrem weh"

Nach der Explosion in einem Armee-Depot in Waldhof mit zwei Toten drücken Großherzog Henri und die Regierung den Angehörigen ihr Beileid aus. Auch frühere Arbeitskollegen reagieren auf den tragischen Vorfall.

(jt/dho) - Der Tod von zwei Armeeangehörigen in Waldhof am Donnerstag löst im In- und Ausland Betroffenheit aus. Großherzog Henri, Oberbefehlshaber der luxemburgischen Armee, reagierte tief bestürzt auf die schrecklichen Vorkommnisse in Waldhof. "Der Großherzog und die Großherzogin sind in Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen. Sie teilen ihr Leid und würdigen das Engagement dieser vier Soldaten. Mit großer Emotion sprechen sie den Familien und Angehörigen ihr Beileid aus, die durch dieses Unglück, das die gesamte Nation bewegt, schwer getroffen wurden."

Im Namen der Regierung sprach Premierminister Xavier Bettel in einem Schreiben an die Presse den Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtiges Beileid aus. Zum Zeitpunkt des Geschehens war er auf Arbeitsvisite in Madrid.   


05.10.2009 Service de deminage der Luxemburger Armee, Foto: Serge Waldbillig
Explosion durch Granate aus dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst
Was ist genau in Waldhof geschehen? Verteidigungsminister François Bausch und der Generalstabschef der Armee, Alain Duschène, gaben weitere Informationen zum tödlichen Unfall im Munitionsdepot bekannt.

Xavier Bettel äußerte sich bestürzt: „Ich war zutiefst schockiert, als ich die Nachricht von diesem tragischen Ereignis hörte. Zwei luxemburgische Unteroffiziere starben bei der Ausübung ihrer Aufgaben im Dienste des Landes. Zwei ihrer Kameraden wurden verwundet, einer von ihnen schwer. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen. Die Regierung teilt ihr Leid und steht ihnen in dieser sehr schwierigen Zeit zur Seite.“ 

Das Ereignis erinnere deutlich an die Gefahren, denen Soldaten im Rahmen ihrer Einsätze zur Verteidigung des Landes täglich ausgesetzt seien. Ihr Engagement verdiene den höchsten Respekt in der Gesellschaft, so der Premierminister weiter. 

Bei einer Pressekonferenz bezeichnete Armeeminister François Bausch die Geschehnisse als „graven Incident“ und sprach den betroffenen Familien sein Beileid aus. Sichtlich betroffen berichteten Alain Duschène, Generalstabschef der Armee, und der beigeordnete Generalstaatsanwalt Georges Oswald von den Ereignissen. 

Am Nachmittag hinterließ auch der Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) auf seiner Facebook-Seite eine Beileidsbekundung. Dort heißt es: „Der Generaldirektor Paul Schroeder und das ganze ehrenamtliche und hauptberufliche Personal des CGDIS drücken den Offizieren, den Unteroffizieren und den Soldaten der Luxemburger Armee ihre Solidarität und ihr Mitgefühl aus nach dem tragischen Unfall am Morgen in Waldhof. Wir denken an die Opfer, die Verletzten und ihre Familien und Kollegen.“ 


Auch bei deutschen Kollegen herrschte nach dem tödlichen Unfall Entsetzen. „Diese Nachricht tut extrem weh“, sagt Horst Lenz, erfahrener Bombenentschärfer und technischer Leiter des Kampfmittelräumdienstes in Rheinland-Pfalz. „Wir haben mit den Kollegen vom Service de déminage viele Jahre lang zusammengearbeitet und hatten immer ein sehr gutes Verhältnis.“ An Spekulationen über den möglichen Unfallhergang wollte sich Horst Lenz im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ nicht beteiligen: „Aus der Ferne kann ich dies nicht beurteilen. Das ist Aufgabe der Behörden in Luxemburg.“


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