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Diekirch: Kavalkade im Konfetti-Regen
Lokales 65 2 Min. 23.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Diekirch: Kavalkade im Konfetti-Regen

Vorboten des Frühlings bei der Diekircher Kavalkade.

Diekirch: Kavalkade im Konfetti-Regen

Vorboten des Frühlings bei der Diekircher Kavalkade.
Foto: Laurent Blum
Lokales 65 2 Min. 23.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Diekirch: Kavalkade im Konfetti-Regen

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Zugegeben, es gab schon besseres Wetter um in Diekirch die fünfte Jahreszeit zu feiern. Doch bei kaum mehr als einem kurzen Konfetti-Schauer herrschte am Sonntag bei der 41. Dikricher Cavalcade dennoch allerbeste Stimmung.

Während man auf den Öslinger Koppen mit Sturmböen und Regenschauern kämpfte und in Ostbelgien gar mancher Karnevalszug präventiv in den Wind geschrieben worden war, ließ man sich in Diekirch am Sonntag die Feierlaune nicht von der Meteorologie verderben.

Stand- und trink- statt wetterfest

Höchstens von einem kurzen Konfetti-Schauer gestört, galt es in der Eselstadt zur 41. Dikircher Cavalcade vielmehr stand- und trink- statt wetterfest zu sein, gratulierte sich der größte Karnevalskorso des Landes doch gewissermaßen selbst zum Geburtstag.

150 Jahre sind es her, seit sich in Diekirch erstmals eine Kavalkade ihren Weg durch die Gassen des Sauerstädtchens gebahnt hatte. Der Beginn einer wundervollen Tradition, die dank der Eselen aus der Sauerstad (ESD) seit 1979 mittlerweile alljährlich stattfindet und aus dem Luxemburger Festkalender gar nicht mehr wegzudenken ist. Samt Jubiläumslied standen die Organisatoren am Sonntag denn auch „Mam Esel un der Spëtzt“, selbst wenn der neu gestaltete Motivwagen traditionsgemäß den krönenden Abschluss des Festkorsos bildete.


Diekirch: Kavalkade mit 150 Kerzen
Am Sonntag lässt die Dikricher Cavalcade zum nunmehr 41. Mal Konfetti und gute Laune regnen. Dabei blickt der größte Karnevalskorso des Landes eigentlich schon auf 150 Jahre zurück.

Gartenlauben und grüne Freunde

Dieser hatte sich den Weg zuvor von nicht weniger als 40 Karnevalswagen, 13 Fußgruppen und drei Fanfaren ebnen lassen, die den Narren an den Straßenrändern des Ortskerns denn auch mit Musik und dem ein oder anderen Dikricher schon so richtig eingeheizt hatten.

Während sich die Eselen dabei an allen Ecken und Enden ausgiebig feiern lassen durften, mussten andere gestern dagegen stark sein. So etwa der ehemalige Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini, der seinerzeit offenbar besser daran getan hätte, sich ein Gläschen Bier statt eine schmucke Gartenlaube zu genehmigen ...

Manch närrischen Seitenhieb mussten aber auch die grünen Parteigenossen Carole Dieschbourg und François Bausch einstecken, bei dem man sich aus der Sicht der Jeunesse Kiischpelt als Nutzer des öffentlichen Transports künftig wohl nicht mehr zu beklagen braucht, schließlich wäre man doch auch mit dem ausgefallenen Zug zumindest kostenlos gefahren.

Musik und echte Eseleien

Der Fuesveräin Larifari ließ den Blick derweil bis über die Landesgrenzen hinaus und den Superjhemp bis nach Großbritannien fliegen, um den Briten mit Kachkéis im Gepäck beim Brexit behilflich zu sein. Und wem bei so viel politischen Eseleien überdrüssig wurde, der durfte sich vom UFO des FC Baastenduerf ganz einfach ins Weltall oder von der Jeunesse Hengischt zu Alice ins Wunderland entführen lassen.


Lokaels,Escher Cavalcade.2019.Esch/Alzette. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Frage des Tages
Am Sonntag geht es los mit den Karnevalsumzügen in Luxemburg. Welche Kavalkade besuchen Sie?

Für die meisten Fuesgecken führte der Weg am Ende dennoch geradewegs in einer der zahlreichen Diekircher Kneipen oder ins Kulturzentrum Al Seeërei, wo man sich letztlich ganz der Musik und den Narreteien der fünften Jahreszeit hingeben konnte.


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