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Die Uhren werden umgestellt
Lokales 2 Min. 26.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Sommerzeit

Die Uhren werden umgestellt

So mancher Luxemburger muss in der Nacht zum Sonntag auf eine Stunde Schlaf verzichten.
Sommerzeit

Die Uhren werden umgestellt

So mancher Luxemburger muss in der Nacht zum Sonntag auf eine Stunde Schlaf verzichten.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 26.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Sommerzeit

Die Uhren werden umgestellt

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Die Sommerzeit ist da: In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren von 2 auf 3 Uhr gestellt. Wir müssen demnach auf eine Stunde Schlaf verzichten. Dafür bleibt es abends nun länger hell.

(kw) - . „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Dieses bekannte Kinderlied könnte so mancher Luxemburger am Sonntagmorgen singen. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr von Winter- auf Sommerzeit gedreht. Dies bedeutet im Klartext: Eine Stunde weniger Schlaf, da der Wecker von 2 auf 3 Uhr gestellt werden muss. 

In Luxemburg gibt es die Zeitumstellung seit 1977. Im Jahr 1996 wurde dann EU-weit die sogenannte „Mitteleuropäische Sommerzeit“ eingeführt, die die jeweils verschiedenen Regelungen der Mitgliedsstaaten vereinheitlichen sollte.

Vorreiter Franklin 

Der Geburtstag der Sommerzeit liegt jedoch noch viel weiter zurück. Bereits Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, hatte sich für eine Umstellung eingesetzt.  1784 schrieb er im „Journal de Paris“ über die Vorteile eines Sommerrhythmus. Er rechnete den Pariser Einwohnern vor allem vor, wie viele Kerzen sie sparen könnten, wenn sie abends eine Stunde früher zu Bett gehen und morgens eine Stunde früher aufstehen würden. Die Idee konnte sich jedoch nicht durchsetzen, obwohl der Engländer William Willett sich wenige Jahre später wieder für die Sommerzeit einsetzte und erstmals von einer Zeitumstellung sprach. 

Erst 1916 führten das Deutsche Reich und die Österreichisch-Ungarische Monarchie während des Ersten Weltkriegs die Sommerzeit dann auch ein, da man sich dadurch Energieeinsparungen versprach. Großbritannien und Frankreich folgten im gleichen Jahr. In den folgenden Jahren bis zur Vereinheitlichung durch die Europäische Union wurde die Sommerzeit mal abgeschafft, mal wieder eingeführt. 

Die ewige Diskussion  

Über die Vor- und Nachteile der Sommer- beziehungsweise Winterzeit wird seit je diskutiert. So wurden allem voran die möglichen Energieersparnisse als Gründe benutzt, um die Sommerzeit einzuführen. Auch können Berufstätige von den längeren Abenden profitieren, da sie mehr Zeit für Freizeitaktivitäten im Hellen einplanen können. 

Mittlerweile überwiegen die Stimmen jedoch, die sich gegen die Sommerzeit aussprechen. So wird mittlerweile angefochten, dass die Zeitumstellung tatsächlich Energie spare. Manche Kritiker sagen beispielsweise auch, dass sogar mehr Energie nötig wäre, da morgens länger geheizt werde. 

Auch bringe es das Gleichgewicht des eigenen Körpers durcheinander, was unter anderem das Immunsystem schwächen könne. Auch brauchen die meisten Menschen zwei bis drei Tage, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Bei manchen Menschen kann es sogar bis zu mehreren Wochen dauern, bis sich ihre innere Uhr wieder eingefangen hat. Und so mancher Langschläfer will einfach nicht auf seine Stunde Schlaf verzichten. 

Aus solchen Gründen schaffte Russland bereits 2011 die Zeitumstellung ab und stellte unter dem damaligen Präsidenten Dmitri Medwedew alle Uhren auf Sommerzeit. Nach Protesten der Bürger stellte der Kreml die Uhren 2014 ein letztes Mal um und nutzt seitdem die Winterzeit.


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