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"Die Stëmm hat nie gefragt"
Lokales 29.03.2018 Aus unserem online-Archiv

"Die Stëmm hat nie gefragt"

Täglich servieren die Mitarbeiter des Sozialrestaurants in Hollerich mehr als 200 Mahlzeiten an Bedürftige. Die aktuelle Kapazität der Küche reicht dafür nicht mehr aus.

"Die Stëmm hat nie gefragt"

Täglich servieren die Mitarbeiter des Sozialrestaurants in Hollerich mehr als 200 Mahlzeiten an Bedürftige. Die aktuelle Kapazität der Küche reicht dafür nicht mehr aus.
Chris Karaba
Lokales 29.03.2018 Aus unserem online-Archiv

"Die Stëmm hat nie gefragt"

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Die Crowdfunding-Aktion der Stëmm vun der Strooss sorgt momentan für Aufsehen. Am Mittwochabend meldete sich das Gesundheitsministerium zu Wort:"Die Stëmm hat uns nie um Hilfe gebeten." Am Donnerstag reagierte der Verwaltungsrat der Hilfsvereinigung darauf in einem offiziellen Schreiben.



Crowdfunding Stemm vun der Strooss, Luxembourg, le 27 Mars 2018. Photo: Chris Karaba
Stëmm sammelt Geld für neues Kochgerät
Mit Hilfe einer Crowdfunding-Plattform versucht die Hilfsvereinigung Stëmm vun der Strooss an 30.000 Euro zu kommen, um ein neues, leistungsstarkes Küchengerät für das Sozialrestaurant in Hollerich zu kaufen.

Die Hilfsvereinigung Stëmm vun der Strooss versucht seit einigen Tagen, 30.000 Euro über eine Crowdfunding-Plattform zu sammeln, um ein neues, multifunktionales Küchengerät für ihr Sozialrestaurant in Hollerich zu erwerben. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der dort jährlich servierten Mahlzeiten um rund 65 Prozent.

Am Mittwoch, also anderthalb Wochen nach Beginn der Crowdfunding-Aktion, war bereits fast die Hälfte der benötigten Summe erreicht. "Ein wahrer Erfolg", sagt Alexandra Oxacelay, Direktorin der Stëmm.

Das Ministerium ist verwundert

Am Mittwochabend dann meldete sich das Gesundheitsministerium zu Wort. In einer Pressemitteilung wird erklärt, dass vonseiten der Stëmm nie Kontakt aufgenommen worden sei, um eine mögliche Kostenübernahme des benötigten Gerätes zu beantragen. Wäre diese Anfrage gemacht worden, so hätte der Staat dem Ganzen eine „suite favorable“ gegeben, heißt es.

Zudem unterstreicht das Ministerium in dem Schreiben auch, dass die Stëmm dieses Jahr bereits mit mehr als vier Millionen Euro finanziell unterstützt worden sei.

Stëmm hat weitere Projekte in Aussicht

Marcel Detaille, Präsident des Verwaltungsrats der Stëmm vun der Strooss, reagierte daraufhin gestern ebenfalls mit einem offiziellen Schreiben: „Es wurde vonseiten der Stëmm keine Anfrage zum Kauf des benötigten Gerätes beim Gesundheitsministerium abgegeben, da ein größeres Projekt in Zusammenarbeit mit dem Staat in Aussicht steht.“

Bei diesem Projekt handele es sich um eine Struktur mit 90 neuen Arbeitsplätzen, die die Lebensmittelverschwendung bekämpfen soll. Das bevorstehende Projekt soll demnach weitaus kostenspieliger als der Erwerb des neuen Küchengeräts werden. Der Staat könne nicht für alles, was im sozialen Bereich benötigt wird, aufkommen. Deshalb entscheide sich der Verwaltungsrat der Stëmm des Öfteren für einen solidarischen Spendenaufruf statt auf die Hilfe der öffentlichen Hand zurückzugreifen.

Wer daran interessiert ist, an dieser Initiative teilzunehmen und für das neue Multifunktionsgerät der sozialen Küche in Hollerich zu spenden, kann das sowohl über die Webseite der Stëmm als auch über die Crowdfunding-Plattform Gingo machen.


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