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Die Schueberfouer ist eröffnet: Auftakt mit dem "Hämmelsmarsch"
Lokales 27 2 Min. 19.08.2016

Die Schueberfouer ist eröffnet: Auftakt mit dem "Hämmelsmarsch"

Die Schobermesse wurde am Freitagnachmittag offiziell durch Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer eröffnet.

Die Schueberfouer ist eröffnet: Auftakt mit dem "Hämmelsmarsch"

Die Schobermesse wurde am Freitagnachmittag offiziell durch Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer eröffnet.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 27 2 Min. 19.08.2016

Die Schueberfouer ist eröffnet: Auftakt mit dem "Hämmelsmarsch"

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Seit Freitagnachmittag ist die „Schueberfouer“ nun eröffnet. Einige der Besucher werden gegen 17 Uhr möglicherweise Hammel auf dem Glacis-Feld gesichtet haben. Dieser Brauch hat lange Tradition, doch was hat es damit wohl auf sich?

(dho) - „An d'Kanner loossen hire Kaffi ston, fir deene schéinen Hämmel nozegon...“ Gestern war die Melodie dieses Musikstücks wieder in der Hauptstadt zu hören. Der „Hämmelsmarsch“ – er läutet den Beginn der „Schueberfouer“ ein.

Dem Ruf der „Fouer“ waren auch am Freitag wieder zahlreiche Menschen gefolgt. Und so drehten sie bereits vor der offiziellen Eröffnung um 17 Uhr durch Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer ihre ersten Runden auf den Fahrgeschäften. Vor allem waren viele junge Leute und Familien gekommen, um gleich von Beginn an mit dabei zu sein. So waren Restaurants und Bars schnell gefüllt, viele genossen ihr Feierabendbier.

Tradition der Hammel

Weniger beeindruckt von dem ganzen Rummel waren die viel fotografierten Hammel. Der eine oder andere wollige Geselle mag sich wohl gefragt haben, was er eigentlich dort mache.

Ganz einfach – Tradition „oblige“. Seit den Anfängen der „Schueberfouer“ wurden die Hammel bei dem Umzug, der die „Kiermes“ ankündigt (der heutige „Hämmelsmarsch“) mitgenommen. Sie waren der Hauptgewinn an den Schießständen.

Die Schausteller wollten so Werbung für ihr Geschäft machen und ihre schönsten Tiere vorführen. Ein Brauch, den es nur im Großherzogtum gibt. Einst wurden viele Kirmessen mit einem Umzug samt Hammel eingeläutet, obwohl es nicht überall welche zu gewinnen gab.

Heute sind die Tiere nur noch bei der „Stater Kiermes“ am Tag des Auftaktes zu sehen. Sie müssen nun nicht mehr befürchten, verkauft zu werden, wie dies zu den Anfangszeiten des Jahrmarktes der Fall war.

Anfänge der "Fouer"

Vor 676 Jahren organisierte Johann der Blinde, Graf von Luxemburg, erstmals den Vorgänger-Markt der heutigen „Schueberfouer“ auf dem Heilig-Geist-Plateau. Damals wurden sowohl Getreide, Gemüse, Textilien, Porzellan und Werkzeuge als auch Vieh gehandelt.

Bald war auf dem Plateau nicht mehr genügend Platz, und der Jahrmarkt wurde nach Limpertsberg verlegt. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche war nach dem „Karschnatz“, der Getreideernte im August, für den Auftakt der „Fouer“ frei. Im Jahr 1892 wurde der Markt auf seinen heutigen Standort auf das Glacis-Feld verlegt, wo er seit Jahrzehnten in gewohnter Form stattfindet.

Veränderung nächstes Jahr

Nächstes Jahr kommt es wieder zu Veränderungen auf dem Glacis. Da die Tram in Limpertsberg fahren wird, wird die „Schueberfouer“ 2017 nicht mehr in gewohnter Aufstellung stattfinden. Dieses Jahr sollte für die Fahrt zur „Fouer“ noch auf den Bus zurückgegriffen werden, oder auf einen der „Park&Ride“-Plätze in der Nähe der Hauptstadt.

19 Tage lang wird die „Schueberfouer“ auf dem Glacis-Feld dauern. Bis zum 7. September ist täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Freitags und samstags bis 2 Uhr.


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