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Die Rettung von Bambi kam zu spät
Lokales 10.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Wildunfall

Die Rettung von Bambi kam zu spät

Das Reh wurde auf der N4 verletzt aufgefunden.
Nach Wildunfall

Die Rettung von Bambi kam zu spät

Das Reh wurde auf der N4 verletzt aufgefunden.
Foto: Polizei
Lokales 10.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Wildunfall

Die Rettung von Bambi kam zu spät

Jean-Paul SCHNEIDER
Jean-Paul SCHNEIDER
Diese Geschichte hat leider kein Happy End. Obwohl ein Verkehrsteilnehmer alles richtig gemacht hatte, konnte einem Rehkitz, das er verletzt an der N4 entdeckt hatte, nicht mehr geholfen werden. Das Tier musste mittlerweile eingeschläfert werden.

Seine Verletzungen waren so schwerwiegend, dass es sich davon nie wieder erholt hätte. Dies erfuhr das LW auf Nachfrage bei der Auffangstation für Wildtiere in Düdelingen.

Dorthin hatte die Polizei das verletzte Tier gebracht, nachdem ein aufmerksamer Beifahrer es in der Nacht zum Mittwoch am Straßenrand der N4 bei Leudelingen entdeckt und daraufhin die Polizei verständigt hatte.

Der Mann hat alles richtig gemacht. Die Polizei dankte dem „Tierfreund“ auf ihrer Facebook-Seite.

Wie reagieren?

Wie genau sollen sich Verkehrsteilnehmer verhalten, wenn sie verletzte Tiere am Wegesrand entdecken? Und wie vermeiden sie selbst einen Zusammenprall mit einem Tier? Die Polizei gibt entsprechende Ratschläge.

Falls ein Autofahrer einem Tier auf der Straße begegnet, sollte er stark abbremsen, die Fernlichter an- und ausschalten oder mehrmals hupen, um das Tier zu verscheuchen. Unter keinen Umständen sollte der Autofahrer hektische Ausweichmanöver oder Lenkbewegungen ausführen, da er ansonsten die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren könnte.

War eine Kollision dennoch unvermeidbar, sollte der Fahrer die Unfallstelle absichern, die Warnblinkanlage seines Wagens einschalten, ein Warndreieck aufstellen, eine Sicherheitsweste tragen und auf jeden Fall die Polizei informieren.

Falls der Unfall sich auf einer viel befahrenen Straße ereignet hat, ist es ratsam, nicht an Ort und Stelle stehen zu bleiben, da der Verkehr aufgehalten wird und das Risiko, einen Unfall zu verursachen, zu groß ist. Der Fahrer sollte aber, in beiden Fällen, am Tag darauf die Polizei kontaktieren, um den Schaden zu dokumentieren.

Ist das Tier bei dem Unfall gestorben, soll der Autofahrer keine eigene Initiative ergreifen, um es selbst zu entfernen oder abzutransportieren. Erst muss die Behörde den Fundort freigeben, bevor die Gemeinde mit der Beseitigung des Kadavers beauftragt wird.


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