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Die Mobilitäts-App der Zukunft
Lokales 3 Min. 26.09.2018

Die Mobilitäts-App der Zukunft

Dank Echtzeitmessungen wird eine möglichst präzise Dauer für Transportwege berechnet.

Die Mobilitäts-App der Zukunft

Dank Echtzeitmessungen wird eine möglichst präzise Dauer für Transportwege berechnet.
Foto: Chris Karaba
Lokales 3 Min. 26.09.2018

Die Mobilitäts-App der Zukunft

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Eine Mobilfunk-App vom Verkéiersverbond soll helfen, den Weg durch den Verkehr zu finden. Bisher berücksichtigte diese nur den öffentlichen Transport. In Zukunft sollen auch das Fahrrad, das Auto und Verleihsysteme angezeigt werden.

„Das gibt es doch schon lange“, wird wohl die erste Reaktion auf die neue Version der App mobiliteit.lu des Verkéiersverbond sein. Vor allem die der Personen, die regelmäßig den öffentlichen Transport nutzen. Diese App wird jedoch etwas anders sein, „detailverliebter“ würde Christian Mousel, beigeordneter Direktor des Verkéiersverbond sagen.

Das Grundprinzip aber bleibt das gleiche wie bei Google Maps, Tomtom Mydrive oder Mooveit. Nutzer sollen auf dem schnellsten und für sie bequemsten Weg von A nach B finden – selbstverständlich unter Berücksichtigung der Verkehrslage und weiterer Verkehrsbehinderungen wie Unfällen oder Baustellen. Anders ist jedoch, dass bei der neuen Version der App des Verkéiersverbond dem Nutzer eine größere Entscheidungsfreiheit eingeräumt werden soll.

Noch einige Monate Geduld ist gefragt

Bis es aber so weit ist, müssen sich die künftigen Konsumenten noch etwas gedulden. Erst im Sommer 2019 rechnen die Verantwortlichen mit der Fertigstellung der neuen Version. Nachhaltigkeitsminister François Bausch wollte es sich dann aber doch nicht nehmen lassen, bereits gestern zu präsentieren, was die neue App von übermorgen können wird.

Von der heutigen mobiliteit.lu- App (siehe Kasten) unterscheidet sich die App der Zukunft in einigen Punkten. Berücksichtigte die bisherige App nur den öffentlichen Transport, also Bus, Bahn und Tram, sowie auch den Fußweg zu den Haltestellen oder dem Zielort, so soll die erweiterte App auch Fahrradwege, Fahrradverleihsysteme, Aufladestationen für Elektroautos und Carsharing-Stationen anzeigen. Radfahrern wird ebenfalls das Höhenprofil ihrer Strecke angezeigt und, wie viele Andockstellen bei den Radverleihstationen noch frei sind. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch unterschiedliche Radwege in der App vorgegeben werden, sodass eine leichtere Strecke der kürzeren vorgezogen werden kann.

An den Individualverkehr gedacht

Wer auf sein Auto zurückgreifen wollte, konnte bisher mit der App nichts anfangen und nutzte dann Google Maps oder Tomtom Mydrive. Solchen Apps soll die neue Version von mobiliteit.lu aber Konkurrenz bieten. „Wir wollen das Auto nicht außen vor lassen“, erklärt Gilles Dostert, Generaldirektor des Verkéiersverbond. Manche Wege seien eben nur schwer ohne den Individualverkehr zurückzulegen. Dennoch sollen sich die neuen Optionen in ein Gesamtkonzept einfügen. So werden auch die Park&Ride-Parkplätze angezeigt, um Autofahrer zu ermutigen, von dort aus den öffentlichen Transport zu nutzen und vielleicht sogar Zeit zu sparen.


Google Maps + CFL App + Mobiliteit App
Apps für den öffentlichen Transport
Diverse Applikationen bieten hierzulande Nutzern Echtzeitinformationen über den öffentlichen Transport an. Die Apps greifen dafür zum Großteil auf die gleichen Daten zurück - es gibt aber Unterschiede.

Für Berufspendler werden auch die Park&Ride-Parkhäuser im nahen Ausland angegeben. „Oft berechnen die Autofahrer nur ihre Fahrzeit, vergessen aber, dass sie mancherorts auch noch mehrere Minuten nach einem freien Parkplatz suchen müssen“, erklärt Gilles Dostert. In der App werden darüber hinaus auch einige öffentliche Parkhäuser angezeigt und die Anzahl der dort freien Plätze.

Durch das Anlegen eines eigenen Kontos können in der App ebenfalls individuelle Präferenzen festgelegt werden. Etwa, ob vorzugsweise das Rad genutzt werden soll oder man mit seinem Auto zum Park&Ride fahren möchte. Später soll die App auch die Kosten des jeweiligen Verkehrsweges angeben können.

Noch ist es Zukunftsmusik, aber auch die Nutzungsmöglichkeiten der mKaart werden erweitert. Jetzt schon kann mit dieser in Bus, Zug und Tram gezahlt werden. Aber auch die mBox kann genutzt werden und Auto- und Fahrradverleihsysteme funktionieren damit. Später sollen über die Karte ebenfalls Gutschriften möglich sein, wie etwa freies Parken für die Personen, die anschließend den öffentlichen Transport nutzen.





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