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Die Melodie des Wesentlichen dringt durch
Lokales 25.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Die Melodie des Wesentlichen dringt durch

Gott hört jeden von uns mit seiner Melodie, der sich aufrichtig an ihn wendet.

Die Melodie des Wesentlichen dringt durch

Gott hört jeden von uns mit seiner Melodie, der sich aufrichtig an ihn wendet.
Foto: Mireille Sigal
Lokales 25.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Die Melodie des Wesentlichen dringt durch

In ihrem Wegweiser zum 21. Sonntag im Jahreskreis befasst sich Mireille Sigal mit dem Thema Musik zur Verherrlichung Gottes, aber auch zum Ausdruck von Leid, Kummer und Not.

An diesem ersten „Fouersonndeg“ möchte ich noch ein wenig beim Thema Musik bleiben.

Neben vielen anderen Alltagsgeräuschen begleitet uns Musik auf Schritt und Tritt. Ob wir es wollen oder nicht, wir werden dauerberieselt oder zugedröhnt mit Hintergrundmusik, Werbejingles, elektronischen Begleitgeräuschen und viel Gedudel.


Alle unsere Wegweiser im Überblick
Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

Gerade auf solchen Großveranstaltungen wie der Schueberfouer ist es fast nicht mehr möglich, aus der Flut von Geräuschen einzelne Melodien herauszuhören. Aber trotz der modernen Beschallung gibt es auch hier die alten Traditionen, die seit Jahrhunderten eine besondere Stimmung transportieren.

Morgens um acht Uhr erklingt im Moment vom Glockenspiel der Kathedrale herab der Hämmelsmarsch, der zur Eröffnung der Schueberfouer und bei vielen Kirmessen im ganzen Land noch immer mit traditionellen Instrumenten von den Musikvereinen gespielt wird. Es macht den Musikern und den Zuhörern Spaß, das ist zu sehen und zu hören.

Im heutigen Psalm dient die Musik und der Gesang in erster Linie der Verherrlichung Gottes: „Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund“ (Ps 34). Er drückt aber auch Leid, Kummer und Not aus. Der niedergedrückte Mensch wendet sich in seiner Verzweiflung an Gott, mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Und „die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten, seine Ohren hören ihr Schreien“.

Im Getöse der Welt dringt die Melodie des Wesentlichen durch. Gott hört sie. Selbst wenn diese Melodie eine sehr traurige und verzweifelte ist.

Er hört jeden von uns mit seiner Melodie, der sich aufrichtig an ihn wendet. Davon wusste schon der Psalmist zu singen.


Mireille Sigal, Pastoralmitarbeiterin im Pastoralteam “Lëtzebuerg Notre-Dame“

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.


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