Die meisten mögen's traditionell: Und wie feiern Sie Weihnachten?
Lokales 1 2 Min.22.12.2017

Die meisten mögen's traditionell: Und wie feiern Sie Weihnachten?

Diane Lecorsais
Diane Lecorsais

Ob mit oder ohne Geschenke, im großen oder kleinen Kreis, mit der Familie oder Freunden: Das„Luxemburger Wort“ hat nachgefragt, wie die Besucher des Weihnachtsmarktes bei der „Gëlle Fra“ das Fest verbringen.

(lea) - Ob mit oder ohne Geschenke, im großen oder kleinen Kreis, mit der Familie oder Freunden: Es wird wieder Weihnachten gefeiert. Das„Luxemburger Wort“ hat nachgefragt, wie die Besucher auf dem Weihnachtsmarkt bei der „Gëlle Fra“ das Fest verbringen.

Einen Tag vor Heiligabend ist die Weihnachtsstimmung wohl auf dem Höhepunkt. In allen Kanälen trällert Weihnachtsmusik, im Fernseher ist wieder Zeit für „Kevin allein zu Hause“ und die Weihnachtslichter blinken aus allen Ecken. Die letzten Drückeberger streifen noch durch die Läden und besorgen die letzten Geschenke oder die noch fehlenden Zutaten für das Weihnachtsmenü. Andere sind schon seit Wochen auf das Fest vorbereitet.

Trend geht ins Traditionelle

„Wir feiern dieses Jahr ganz traditionell“, sagt beispielsweise Fernand. So wie ihm geht es wohl vielen Familien. Unter traditionell versteht Fernand ein gemütliches Familientreffen mit gutem Essen und Trinken. Was aufgetischt wird, ist indes von Familie zu Familie unterschiedlich. Ganz einfach Raclette, eine aufwändige Weihnachtsgans oder vielleicht sogar vegan? Bei Fernand ist Fondue das traditionelle Weihnachtsessen, und das schon seit 20 Jahren.

Auch bei der Bescherung variieren die Gepflogenheiten. Vom kompletten Verzicht auf jede Art von Geschenken über das Wichteln bis hin zu einem ganzen Haufen an Geschenken für jeden von jedem. Der Zeitpunkt des Auspackens ebenfalls ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Bei Valérie wird zum Beispiel schon Heiligabend beschert. „Die ganze Familie sitzt zusammen und isst. Um Mitternacht werden dann die Geschenke ausgepackt“, erklärt sie. Oder man öffnet alle Geschenke am Weihnachtsmorgen. Vorausgesetzt, man hat die nötige Disziplin, die hübsch verpackten Geschenke so lange ungeöffnet zu lassen.

Eins haben alle traditionellen Weihnachtsfeste allerdings gemeinsam – und das ist das Beisammensein in der Familie. Kein Feiertag bringt mehr Menschen an den Tisch, als Weihnachten. Das weiß auch Tessie. „Unsere ganze Familie feiert in einem Hotel im Ösling. Wir sind eine große Familie und so hat niemand von uns zu viel Arbeit.“

Weihnachten im Ausland

Nicht überall auf der Welt wird Weihnachten so gefeiert, wie bei uns. Zum Beispiel bei Daria. Sie ist Ukrainerin. Dort wird Weihnachten erst im Januar gefeiert. „Wir kochen viel Essen und treffen uns mit der ganzen Familie, gehen zur Kirche. Eigentlich feiern wir genauso wie hier, nur eben zu einem anderen Zeitpunkt.“ Das liegt daran, dass die Ukraine, genau wie Russland, dem Julianischen Kalender folgt. Demzufolge wird Weihnachten bei ihnen erst am 7. Januar gefeiert. Dieses Jahr verbringt Daria Weihnachten bei ihrem Freund in Belgien, und wird Heiligabend so auch beim Weihnachtsbaum verbringen. Eigentlich ganz praktisch, so kann sie nicht nur einmal feiern, sondern gleich zweimal.

Auch Anastasia aus der Ukraine und Evgeniia aus Russland feiern in ihrem Heimatland erst später, sie leben hier in Luxemburg und genießen den Weihnachtstrubel jetzt schon. „Es ist wie in einem Märchen“, schwärmt Anastasia.

Das Fest der Liebe Aber bei Weihnachten geht es nicht nur um essen, trinken und Geschenke, es ist auch eine Zeit der Besinnlichkeit. Pitt etwa stimmt das Fest auch etwas nachdenklich. „Man denkt ja dann immer auch an die Menschen, denen es nicht so gut geht. Ich glaube, das geht jedem so.“ Gerade an Weihnachten wird einem das bewusst. Zurecht gilt Weihnachten denn auch als das Fest der Liebe. Ob das nun die Liebe zur Familie oder zum guten Essen ist, ist jedem selbst überlassen. Man sollte das Fest auf jeden Fall genießen, denn danach dauert es wieder ein ganzes Jahr, bis der Trubel wieder von vorne beginnt.

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