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Die Kufa nach dem Virus
Lokales 3 2 Min. 02.07.2020

Die Kufa nach dem Virus

Die Kufa Summerbar lädt seit Kurzem zum Verweilen in der Escher Kulturfabrik ein. Hier gibt es auch regelmässig Konzerte.

Die Kufa nach dem Virus

Die Kufa Summerbar lädt seit Kurzem zum Verweilen in der Escher Kulturfabrik ein. Hier gibt es auch regelmässig Konzerte.
Foto: Guy Jallay
Lokales 3 2 Min. 02.07.2020

Die Kufa nach dem Virus

Luc EWEN
Luc EWEN
Einige der zahlreichen Projekte der „Fabrik de demain“ sind vergänglich, aber nicht alle.

„Mit seiner Herangehensweise hat das Team der Kufa in der Vergangenheit die ganze Stadt vereinnahmt“, lobte der Escher Kulturschöffe Pim Knaff am Donnerstag bei der Vorstellung des Konzeptes „La Fabrik de demain“ die alten und neuen Macher der Kulturfabrik

Diese haben, ebenso wie die Kunstschaffenden, eine harte Zeit hinter sich. „Die Kultur war unter den Ersten, die von der Ausgangssperre betroffen waren und bei den Letzten, die daraus entlassen wurden,“ bringt es der Kufa-Direktor René Penning auf den Punkt. Die Zeit habe man als Chance nutzen wollen, um Neues zu schaffen. Spontan und ohne Zwänge. 

Kufa-Direktor René Penning und der Escher Kulturschöffe Pim Knaff am Donnerstag bei der Vorstellung der "La Fabrik de demain".
Kufa-Direktor René Penning und der Escher Kulturschöffe Pim Knaff am Donnerstag bei der Vorstellung der "La Fabrik de demain".
Foto: Guy Jallay

So entstanden die Kufa Sumerbar, die Squatfabrik und mehrere Kunstprojekte in den Räumen der Kufa, wie etwa das der Künstlerin Lynn Cosyn.  Wie andere war auch sie dem spontanen Aufruf der Kufa gefolgt und verwirklicht nun an den Wänden rund um die sanitären Anlagen beim großen Festsaal Fresken. 


Kulturfabrik - Esch - Photo : Pierre Matgé
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„Vergangene Woche habe ich begonnen, aber es bleibt noch viel zu tun“, sagt sie und greift nach ihrem Werkzeug.

 Squatten mit der Gang 

Eine weitere Aktivität, die aus der Not nach der Ausgangssperre entstanden ist, ist die „Squatfabrik“. In den bis dato leerstehenden Räumlichkeiten der bisherigen Keramikfabrik auf dem Kufa-Gelände werden bis zum 26. September Künstlergruppen „squatten“. 

Will heißen: In regelmäßigen Abständen wechseln sich kleine Gruppen von Kunstschaffenden ab und übernehmen die Räume als Atelier. „Dabei kann alles Mögliche entstehen, wir wollten den Künstlern freie Hand lassen“, erklärt René Penning. 

Noch bis zum Samstag heißen die „Hausbesetzer“ in der Squatfabrik Mett Hoffmann, Nora Wagner und Irina Moons. Seit dem 15. Juni sind die drei hier aktiv und kreativ. 

„Ich habe Lampenschirme aus Systemen mit Dreiecken geschaffen“, so Mett Hoffmann. Irina Moons betätigt sich in der Serigraphie und Nora Wagner hat Miniaturkulissen gebaut, die sie nutzt, um einen Trickfilm nach dem Stop-Motion-Verfahren zu drehen. 

Dabei wird eine Illusion von Bewegung erzeugt, indem Bilder von unbewegten Motiven aneinandergereiht werden. 

 


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Rauswurf am Samstag um 18 Uhr 

Am Montag werden mit Trixi Weis, Letizia Romanini und Alexandra Lichtenberger die nächsten Kunstschaffenden in die Squatfabrik einziehen. Ihnen werden Rod Baiz und Sara Caldarola am 20. Juli, Didier Scheuren und Anina Rubin am 3. August, Marc Pierrard und Pasko am 17. August, Claire Parsons und Rick Tonizzo am 31. August, sowie Roxane Flick und Lisa Keiffer am 14. September folgen. 


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Jeweils am letzten Samstag einer solchen Session in der Squatfabrik findet der offizielle Rauswurf der Squatter in Form einer „Get out“-Veranstaltung um 18 Uhr statt. Diese wird von den jeweiligen Protagonisten selbst veranstaltet. 

Die Kufa Summerbar

Um Interessierten den Besuch der Kulturfabrik und ihrer Angebote noch schmackhafter zu machen, wurde nur zwei Tage nachdem die Regierung verkündet hatte, dass gastronomische Betriebe wieder öffnen dürften, die „Kufa Summerbar“ geschaffen. In sommerlicher Strandatmosphäre lädt die Terrasse vor dem Café Ratelach zum Verweilen ein. Eine gute Gelegenheit, um einen Blick auf die Squatfabrik und weitere Projekte der Kufa zu werfen.

 Die heißen etwa Kappkino, „L'ar(t)naque – marché des créateurs“ oder „Namakemono“, um nur diese zu nennen. 

2021 will die Kufa einen strategischen Plan für die „Fabrik de demain“ vorstellen. Der entsteht derzeit in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsagentur „Olivearte“.

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