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Die Helden des Alltags
Lokales 2 Min. 22.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Die Einsätze der Rettungsdienste

Die Helden des Alltags

2016 waren Feuerwehr- und Rettungskräfte bei 2 076 Verkehrsunfällen im Einsatz.
Die Einsätze der Rettungsdienste

Die Helden des Alltags

2016 waren Feuerwehr- und Rettungskräfte bei 2 076 Verkehrsunfällen im Einsatz.
Foto: Laurent Blum
Lokales 2 Min. 22.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Die Einsätze der Rettungsdienste

Die Helden des Alltags

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Mehr als 2 300 Brandeinsätze, fast ebenso viele Verkehrsunfälle und eine ganze Palette von anderen Aufgaben wurden im vergangenen Jahr von etwas weniger als 4 000 Feuerwehrleuten übernommen.

(str) - Es sind Helden des Alltags. Sie schenken der Allgemeinheit Zeit, Kraft und Einsatz, ein Opfer für das sie weder in einer Spaß- noch in einer Leistungsgesellschaft Anerkennung finden. Dabei setzen sie oft genug ihr eigenes Leben aufs Spiel, wenn es darum geht, anderen zu helfen.

3.949 Feuerwehrleute gibt es in Luxemburg. Das ist ein Feuerwehrmann bzw. eine Feuerwehrfrau auf 150 Einwohner. Die meisten von ihnen geben sich in ihrer Freizeit der Ausbildung, dem Training und den Bereitschaftsdiensten hin. Einige – und nach der Reform werden es viele mehr sein – machen den Dienst am Land zu ihrem Beruf.

42 Fälle mit deutlichen 
Hinweisen auf Brandstiftung

96.137 Einsatzstunden wurden für alle Feuerwehrleute Luxemburgs im vergangenen Jahr verbucht. Dabei sind die Rettungsdienste zu 16.892 Einsätzen ausgerückt. 2.316 Mal wurden sie der Einsatzstatistik der „Administration des services de secours“ zufolge zu Brandeinsätzen gerufen.

692 Mal rückten sie aufgrund eines Fehlalarms einer automatisierten Brandmeldezentrale aus, 172 Mal wegen einer absichtlichen Falschmeldung. Genau 55 Mal mussten Feuerwehrleute im vergangenen Jahr einen Großbrand bekämpfen. 753 Mal waren sie schnell genug am Einsatzort, um den Brand auf die direkte Ausbruchsstelle einzugrenzen. In fast einem Drittel der Fälle blieb die Brandursache nach einem Einsatz ungeklärt. 42 Mal gab es deutliche Hinweise für eine Brandstiftung.

Von der Ölspur 
bis zum Hummelnest

Über die Brandbekämpfung hinaus wurden Feuerwehrkräfte im Jahr 2016 auch zu insgesamt 11.591 technischen Einsätzen gerufen. Dieser sehr vielschichtige Einsatzbereich betraf beispielsweise 2.076 Verkehrsunfälle, 1.662 Wespen- und Hummelnester, 884 Ölspuren, 764 Hilfeleistungen wegen Überschwemmungen und 715 zu öffnende Türen. Darüber hinaus gab es 366 Einsätze zur Rettung von Tieren in einer Notlage.

Insgesamt wurden bei den technischen Einsätzen 2.426 Personen verletzt geborgen. 182 Menschen wurden unverletzt von den Einsatzkräften befreit. Für 68 Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie konnten von den Rettungsdiensten nur noch tot geborgen werden. Fünf Feuerwehrleute erlitten während eines Einsatzes Blessuren.

Bei Bränden kamen im vergangenen Jahr zwei Personen ums Leben und 37 wurden verletzt. Elf Menschen konnten unverletzt befreit werden und 18 Personen über eine Feuerwehrleiter gerettet. Drei Rettungskräfte wurden bei Brandeinsätzen selbst zum Opfer und erlitten Verletzungen.

2.985 „First Responder“-Einsätze

 Wenn Menschen in Not sind, kommt es auf jede Sekunde an. Deshalb wird im Rettungswesen immer stärker auf so genannte „First Responder“ gesetzt. Dabei handelt es sich um einen Bereitschaftsdienst bei dem als Sanitäter ausgebildete Personen sofort und direkt zum Einsatzort ausrücken. Dort angekommen, übernehmen sie bis zum Eintreffen von Krankenwagen oder Notarzt die Erstversorgung des Patienten und die Koordinierung der Nachfolgeeinheiten. Vor allem im ländlichen Raum ist der Zeitgewinn gegenüber von herkömmlichen Rettungseinsätzen enorm.

Bei 75 Prozent der Einsätze war der „First Responder“ mehr als zehn Minuten vor der Ambulanz oder dem Notarzt am Ort des Geschehens. In 15 Prozent der Fälle waren es mehr als 20 Minuten. In Luxemburg gibt es insgesamt 512 „First Responder“, 144 in der Feuerwehrregion Norden, 235 im Osten, 99 im Zentrum und im Süden 34. 2016 rückten sie insgesamt 2.985 Mal zum Einsatz aus.

Alles in allem ist die Zahl der Einsätze 2016 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen – um zwölf Prozent. Brandeinsätze gab es geringfügig mehr als noch im Jahr 2015. Eine Erklärung für diese Fluktuationen gibt die Einsatzstatistik der Hilfsdienste jedoch nicht.

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