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Die heilige Jungfrau in den Fluten der Mosel
Lokales 19 2 Min. 12.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Wallfahrt in Remich

Die heilige Jungfrau in den Fluten der Mosel

Der Luxemburger Motor Yacht Club hatte sich dazu bereit erklärt, die Pilgerstatue der Muttergottes von Fátima mit einer Bootsprozession von Schengen nach Remich zu bringen.
Wallfahrt in Remich

Die heilige Jungfrau in den Fluten der Mosel

Der Luxemburger Motor Yacht Club hatte sich dazu bereit erklärt, die Pilgerstatue der Muttergottes von Fátima mit einer Bootsprozession von Schengen nach Remich zu bringen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 19 2 Min. 12.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Wallfahrt in Remich

Die heilige Jungfrau in den Fluten der Mosel

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
Mit Spannung wurde am Sonntag die Pilgerstatue der Muttergottes von Fátima an der Mosel erwartet, wo sie schon einst im Jahr 1947 Station gemacht hatte. In Schengen wurde sie willkommen geheißen und anschließend mit dem Boot über die Mosel nach Remich gebracht.

(AH) - Im Rahmen der Hundertjahrfeierlichkeiten der Marienerscheinungen in Fátima ist die Pilgerstatue aus dem portugiesischen Sanktuarium zum ersten Mal nach 70 Jahren und noch bis zum 25. Juni zu Gast in Luxemburg. Fast täglich wird sie in einer anderen Pfarrei Station machen. Am Sonntag  wurde sie auf dem Marktplatz in Schengen „Ënnert de Lannen“ von der „Congrégation du coeur immaculé de Marie de Remich“ zusammen mit der Pfarrei „Dräilännereck Musel a Ganer Saint-Nicolas“ sowie zahlreichen Geistlichen und Gläubigen feierlich in Empfang genommen.

Initiator der umfangreichen Feierlichkeiten am Sonntag  in Schengen und in Remich war die „Congrégation du coeur immaculé de Marie de Remich“ zusammen mit der Pfarrei „Dräilännereck Musel a Ganer Saint-Nicolas“. Im Oktober feiert die Remicher Kongregation ihr fünfjähriges Bestehen. Sie pflegt eine gute Zusammenarbeit mit der Pfarrei Dreiländereck – unter anderem deshalb, weil viele Portugiesen sich im Laufe der Jahre an der Mosel niedergelassen haben und ein harmonisches Zusammenleben ganz in ihrem Sinne ist.

„Religiöse Traditionen verbinden“

Gestern hatten sie sich zahlreich versammelt, um der Pilgerstatue der heiligen Jungfrau ihre Reverenz zu erweisen. „Solch religiöse Traditionen verbinden und integrieren zugleich“, sagt Daniel Graul, „Curé-Moderateur“ der Pfarrei Dreiländereck. Neben allen Gläubigen und Geistlichen aus der Region waren auch Geistliche aus Perl (D) und Sierck-les-Bains (F) zu den Festivitäten eingeladen.

Nach dem Empfang in Schengen ging es für die Pilgerstatue von dort aus weiter mit dem Boot über die Mosel nach Remich. „Der Luxemburger Motor Yacht Club pflegt jedes Jahr an diesem Sonntag, seine Boote segnen zu lassen. Sie hatten sich zu diesem speziellen Anlass dazu bereit erklärt, die Pilgerstatue der Muttergottes von Fátima mit einer Bootsprozession von Schengen aus nach Remich zu eskortieren“, erklärt Pfarrer Daniel Graul.

Feierliche Messe

In der Moselperle angekommen, wurde sie zur Place Dr. Fernand Kons getragen, wo ein feierlich konzelebrierter Gottesdienst stattfand. Die Messe wurde vom ehemaligen Erzbischof Mgr. Fernand Franck gefeiert, im Beisein von Generalvikar Leo Wagener sowie den Geistlichen Marcel Pundel, Georges Hellinghausen und Daniel Graul.

Anschließend wurde sie in einer Prozession durch den alten Dorfkern der Moselperle bis in die Kirche von Remich getragen.

Am Montag tritt die Statue – sie ist die 13. und jüngste Replik der Originalstatue, die sich dauerhaft in Fátima befindet – ihre Reise weiter nach Bad Mondorf an.