Die Grenzregion im Fokus
Die Grenzregion im Fokus
(hay) - Aus welchen Ländern stammen eigentlich die vielen Grenzgänger, die in Luxemburg arbeiten und wieviel Prozent der lokalen Arbeitskräfte stellen sie? Wie sieht die touristische Struktur in der Großregion aus und kommt dabei dem Weintourismus eine größere Bedeutung zu als dem naturnahen Aktivurlaub? Antworten darauf liefert fortan ein neuer Online-Atlas für die Großregion.
Der sogenannte GR-Atlas (Atlas interactif et multidisciplinaire de la Grande-Région) ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Uni Luxemburg, an dem knapp 30 nationale und internationale Wissenschaftler sowie mehrere Forschungsinstitute rund drei Jahre lang gearbeitet haben. Er enthält Karten, wissenschaftliche Begleittexte, Grafiken, Tabellen, Bilder und Weblinks zu ganz unterschiedlichen Themengebieten, etwa aus dem Bereich der Wirtschaft, Religion oder auch der Geschichte.
Internetnutzer können sich zum Beispiel eine Karte zum Thema Automobilindustrie aufrufen und dabei sehen, wo Automobilhersteller und -zulieferer in der Großregion angesiedelt sind. Ferner gibt es Karten, welche etwa die Territorialentwicklung der letzten beiden Jahrhunderte oder auch die Konzentration von Tankstellen in Luxemburg aufzeigt.
Atlas jederzeit erweiterbar
Aktuell gibt es im GR-Atlas 18 interaktive Karten, von denen sieben im Rahmen einer Diplom-, Master- oder Referendariatsarbeit entstanden sind. Wie der Leiter des Forschungsprojekts, Professor Michel Pauly, erklärte, bestehe der Vorteil gegenüber einem Atlas in Printform darin, dass der GR-Atlas jederzeit aktualisiert und erweitert werden könne. „Wir fügen gerne neue Kartographien hinzu, die etwa im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit erstellt wurden.“
Der GR-Atlas ist im Internet unter www.gr-atlas.uni.lu zu finden und ist laut Pauly vor allem an Wissenschaftler, Schüler und Lehrer, Journalisten sowie Politiker gerichtet. Da die Texte leicht verständlich sind, können aber auch andere Zielgruppen auf den Atlas zurückgreifen.
Zur Info: Dieses Forschungsprojekt der Uni Luxemburg wurde im Jahr 2009 mit dem interregionalen Wissenschaftspreis sowie dem ESRI Special Achievement in GIS ausgezeichnet.
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