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Die Gefahr im eigenen Holster: SNPGL und Polizeidirektion besprechen sich
Lokales 08.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Die Gefahr im eigenen Holster: SNPGL und Polizeidirektion besprechen sich

Die Dienstwaffen weisen gravierende Mängel auf, warnt die Polizeigewerkschaft SNPGL.

Die Gefahr im eigenen Holster: SNPGL und Polizeidirektion besprechen sich

Die Dienstwaffen weisen gravierende Mängel auf, warnt die Polizeigewerkschaft SNPGL.
Foto: Anouk Antony
Lokales 08.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Die Gefahr im eigenen Holster: SNPGL und Polizeidirektion besprechen sich

Unzuverlässige Dienstwaffen und Munitionen bringen die Polizisten in Gefahr hatte die SNPGL beanstandet. Die Polizeihierarchie versuchte zu besänftigen.  Bei einer gemeinsamen Unterredung am Mittwoch sollen die Bedenken geklärt werden.

(BB) - Die Polizeigewerkschaft hatte Alarm geschlagen: Die Revolver, die Polizisten zur Not- und Abwehr mit sich tragen, seien unzuverlässig, so die SNPGL. Schüsse würden nicht abgefeuert, der Trommelmechanismus sei öfters defekt, der Abzug funktioniere nicht: Laut den Berichten von Polizisten gibt es jede Menge Probleme."Die Situation ist einfach unhaltbar", resümiert Gewerkschaftspräsident Pascal Ricquier. Auf Direktionsebene haben die Beanstandungen allerdings nicht das erwartete Gehör gefunden.

Die Generaldirektion beschwichtigte bislang. Sie wies auf interne Untersuchungen hin sowie bereits getroffene Maßnahmen um mangelhafte Munitionen zurückzuziehen. Doch an der Basis rumorte es weiter.

Was in der Theorie funktionieren soll und in den Schießständen oder gar im Dienst tatsächlich erlebt wird, wollen beide Parteien nun am Mittwoch  im Beisein von Experten besprechen. Auf Gewerkschaftsseite geht man den Austausch dennoch argwöhnisch an. Befürchtet wird, dass die "Informationsversammlung" mehr belehrt als bereinigt.

"Sicherheit geht vor"

Ressortminister Etienne Schneider will sich seinerseits zunächst nicht zu sehr in die Angelegenheit einmischen. "Wichtig ist, dass sich beide Parteien besprechen und zusammen Lösungen finden", so der Minister auf Nachfrage hin. Die Sicherheit des Polizeikorps gelte als oberstes Ziel. Sollte sich herausstellen, dass der Waffenbestand ausgetauscht werden muss, werde man zum gegebenen Zeitpunkt darüber reden, ob man etappenweise oder auf einmal vorgeht und die budgetären Aspekte erörtern.

Grundlegende Reformen zur Organisation der Polizei und zum Disziplinarverfahren will Etienne Schneider im Herbst im Parlament einbringen. Die Vorentwürfe hat er diesbezüglich allen Akteuren des Sektors zur Begutachtung unterbreitet. Ende April will der Minister die Abgeordneten im einhergehenden parlamentarischen Ausschuss über sein Vorhaben informieren.