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Die Drohnen boomen
Lokales 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Quadcopter im Trend

Die Drohnen boomen

Drohnen können heute in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden.
Quadcopter im Trend

Die Drohnen boomen

Drohnen können heute in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden.
Foto: shutterstock
Lokales 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv
Quadcopter im Trend

Die Drohnen boomen

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Drohnen als Paketdienst, Drohnen als Wetterbeobachter und Kameraleute, Drohnen als Agrarexperten: Das kleine Fluggerät boomt. Doch die Auflagen sind streng.

(jag) - Drohnen sind unter Technologiefreaks seit Jahren „the next big thing“. Betrachtet man die potenziellen Einsatzbereiche der mittlerweile sehr leistungsfähigen Quadcopter, so eröffnet sich ein weites Geschäftsfeld. Von meteorologischen Messungen über Planer für die Landwirtschaft bis hin zum visuellen Assistenten für Immobilienverkäufer oder zum Kameragehilfen der Filmindustrie ... die Bandbreite ist enorm.

Vielfältige Anwendungen

Das Geschäft mit den fliegenden Robotern boomt. Die Geräte werden zugleich leistungsfähiger und billiger. In Luxemburg sind nicht weniger als 57 gewerbliche Gesellschaften eingetragen, welche mit sogenannten SAP's, also „systèmes d'aéronefs sans pilotes“operieren. Unter dieser Bezeichnung wird der Gebrauch der Drohnen in Luxemburg offiziell geregelt.

Damit es nicht zum kompletten Wildwuchs kommt und die Luftfahrt nicht gefährdet wird, unterliegen die fliegenden Geräte nicht nur den allgemeinen Luftfahrtsbestimmungen, sondern auch speziellen Auflagen was die Arbeit im Luftraum betrifft. Im ersten Artikel dieser Verordnung wird eine schriftliche Erlaubnis zur Bedingung gemacht. Dies gilt speziell für Luftaufnahmen. Zuständig ist die „Direction de l'aviation civile“, also die nationale Luftfahrtbehörde. Über ihre Internetseite kann man eine schriftliche Anfrage einreichen. Dies sollte mindestens 15 Tage vor dem Einsatz erfolgen.

Genehmigungen notwendig

Die DAC will dabei wissen, wer, wo, wann fliegen will und zu welchem Zweck dies passiert. Zudem muss das Gerät, welches eingesetzt wird, genau beschrieben werden. Auch wenn der Antragsteller seine Genehmigung bekommt, so gelten doch bestimmte Regeln. So darf die Drohne unter keinen Umständen höher als 50 Meter fliegen und nicht mehr als zwei Kilo wiegen.

Menschen und Tiere dürfen nicht überflogen werden. Zur Drohne muss permanenter visueller Kontakt bestehen und sie muss zu jedem Zeitpunkt steuerbar bleiben. Damit nicht genug: grundsätzlich ist das Fliegen in einem Umkreis von fünf Kilometern um den Flughafen Findel und in einem Umkreis von zwei Kilometern um jeden anderen Flughafen oder Heliport untersagt. Damit sind die Einsatzmöglichkeiten der Drohnen in Luxemburg deutlich eingeschränkt. Vorläufig gelten die nationalen Bestimmungen bis eine europäische Regelung ausgearbeitet wurde. Ob die kulanter werden wird, bleibt abzuwarten.


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